Ein Clown in jedem Raum - Senioren im Altenzentrum am Schwesternpark bekommen bunten Besuch

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Clownin Phyllis animiert mit ihren Seifenblasen die Bewohner zum Mitmachen. Foto: Diakonie Ruhr/Jens-Martin Gorny

Seifenblasen fliegen durch die Luft, Gelächter schallt durch den Raum: Ein Blick in den Aufenthaltsraum im Altenzentrum am Schwesternpark Feierabendhäuser verrät: Die Bewohner hier haben außergewöhnliche Gäste.

Innenstadt. Zwischen den Senioren sitzen junge Menschen mit weiten Hosen, ulkigen Perücken und großen Brillen. Die Klinikclowns fallen sofort auf. Mit großen Augen begutachten die Senioren die bunten Kostüme ihrer Gäste und probieren den einen oder anderen Hut selbst auf.
Doch nach einer Weile merkt man, dass es hier gar nicht so sehr um die Clowns geht. Die bunte Gruppe steht auf keiner Bühne, hat keine Performance vorbereitet und erzählt auch keine auswendig gelernten Witze. Stattdessen sitzen die Darsteller zwischen den älteren Menschen, unterhalten sich mit ihnen und hören zu, was sie zu sagen haben.
„Wir wollen nicht im Mittelpunkt stehen. Die Menschen hier vor Ort sollen ihre Bühne bekommen“, erklärt Emil Pable. Er leitet zusammen mit Jutta Tomandl bei der Sommerakademie für Integrative Medizin an der Universität Witten/Herdecke einen Workshop für Studierende. Die beiden kommen aus Österreich, sind selbst Klinikclowns und für die Organisation „EinHerz“ tätig.

Gitarre und Jonglierbälle

Auch hier sind sie zusammen mit ihren Lehrlingen als Clowns unterwegs. Insgesamt zwölf Menschen haben bei dem Workshop mitgemacht. In kleinen Gruppen gehen sie durch die verschiedenen Wohnbereiche der Einrichtung. Die Workshopleiter haben ihre Gitarre dabei und animieren zum Tanzen. Auch ihre Schüler bringen ganz verschiedenen Fähigkeiten mit. Während der eine Blumen verteilt, greift die andere zu den Jonglierbällen.

Authentizität ist das Wichtigste

Generell merkt man, jeder Clown ist anders. Im Workshop haben die Studierenden verschiedene Rollen ausprobiert, um am Ende die zu finden, die am besten zu ihnen passt. „Es muss authentisch sein, wenn es das nicht ist, dann fühlt man sich auch nicht wohl in seiner Rolle“, erklärt Emil Pable.
Passend zur Abendbrotzeit fliegt die letzte Seifenblase durch das Altenzentrum am Schwesternpark. Zum Abschied singen alle zusammen noch ein Lied, bevor sich die Clowns auf den Heimweg begeben. Im Gepäck nicht nur ihre Perücken und Jonglierbälle, sondern auch unvergessliche Erfahrungen.

(Text: Diakonie Ruhr)
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