Schön ist's im Freibad Annen - Wir verlosten fünf Zehnerkarten - Sie haben gewonnen

Anzeige
Auf der Bank im Freibad (v.l.): Schamil (12), Mahmoud (21), Waltraud Sjamken (73) und Ali (20). (Foto: Sjamken)
 
Sebastian Korner: "Meine Mutter und meine Tochter und ich verbringen bei gutem Wetter seit Jahrzehnten quasi jede freie Minute im Freibad. Es fühlt sich immer wie ein Kurzurlaub an." (Foto: Korner)

Das Freibad in Annen ist bei den Wittenern sehr beliebt. Tausende besuchen es Jahr für Jahr in den Sommermonaten. Bereist seit dem 1. Mai ist es wieder geöffnet.

Wir von Witten aktuell hatten von den Stadtwerken Witten, die das Freibad verantwortlich betreiben, fünf Zehnerkarten für unsere Leser zum Verlosen erhalten. Doch wir wollten es nicht so einfach machen. Wer eines der Zehnertickets gewinnen wollte, der musste uns seine Freibadgeschichte erzählen, am besten noch mit einem Foto garniert. Viele Zuschriften haben wir erhalten, so musste das Los entscheiden. Hier sind unsere Gewinner mit ihren Freibadgeschichten.

Doris Scholz:
Im August 1962 bin ich mit meiner kleinen Schwester, damals 11 Jahre alt, ich war 18 Jahre alt, ins Annener Freibad gefahren. Dort angekommen ist meine Schwester sofort ins Wasser gesprungen, obwohl das Schwimmen bei ihr noch nicht perfekt war. Doch sie hatte Glück, da schwamm ein junger Mann und sah ihre hektischen Bewegungen. Der junge Mann war sehr freundlich und hat meiner Schwester die Schwimmzüge erklärt. Er fragte sie: "Bist du allein hier?" "Nein, mit meiner großen Schwester." Beide kamen zu unserem Liegeplatz, und das war der Anfang unsere Liebe, die bis heute hält. Joachim und ich, Doris, haben am 19. Juni unseren 52. Hochzeitstag.

Waltraud Sjamken:
Im Herbst 2015 begann ich ehrenamtlich mit einem Deutschkurs in der katholischen Kirchengemeinde in Annen. Die Flüchtlinge kamen aus Syrien, dem Irak und später auch aus afrikanischen Ländern und wollten deutsch lernen. Inzwischen sind 5 Helfer dazugekommen, sodass wir mit den etwa 20 bis 30 Flüchtlingen in kleinen Gruppen üben können. Mehrere Flüchtlinge aus der ersten Gruppe besuchen uns noch regelmäßig. Drei meldete ich beim DRK-Schwimmkurs an, nun möchten sie das Erlernte natürlich auch anwenden. Deshalb lud ich als begeisterte Saisonschwimmerin die Brüder Mahmoud (21) und Ali (20) aus Aleppo sowie Schamil (12) bei strahlender Sonne ins Freibad ein.
Im Freibad erklärten sie mir, dass sie vom DRK-Kurs wissen, dass man sich vorher duschen muss. Das von mir angepriesene 26 Grad warme Schwimmerbecken fanden sie allerdings sehr kalt. Während Schamil mit mir fleißig die Bahnen zog, stiegen Mahmoud und Ali klammheimlich aus dem Wasser und sprangen am anderen Ende wieder hinein. Die Rutsche, die in das wärmere Kinderbecken führt, genossen sie dagegen ausgiebig. Am schönsten war für sie das Sonnenbaden. Sie berichteten mir von ihren vier Geschwistern, die noch in Aleppo in notdürftig reparierten Häusern leben und sich über Fotos aus Deutschland freuen. Deshalb schossen sie mit dem Handy viele Fotos und senden sie abends nach Aleppo.
Die Rutsche faszinierte sie nachhaltig und Mahmoud, als besonders wissbegierig, fragte nach dem Artikel und dem dazugehörigen Verb. Somit wiederholten wir mehrmals: die Rutsche, ich rutsche auf der Rutsche hinunter, du rutscht...,er/sie/es/ rutscht..., wir rutschen... Anschließend gab es noch Eis in meinem Garten, und die drei radelten nach diesem ereignisreichen Tag beschwingt in ihre Wohnungen zurück.

Marion Drexhage:
ich habe im Wittener Freibad vor vielen Jahren eine alte Arbeitskollegin wiedergetroffen, die ich aus den Augen verloren hatte. Die Freude war groß. Wir haben alte Geschichten wieder aufgewärmt und darüber ganz das Schwimmen vergessen. ich hoffe, dass wir uns auch in diesen Jahr im schönen Wittener Freibad sehen.

Ingrid Westerhoff:
Badespaß im Sommer 1950: Meine Cousine Renate hatte gerade ihren Freischwimmer gemacht und durfte jetzt auch vom Drei-Meter-Turm ins Becken springen. Ich, neun Jahre alt, war ihr Schatten und sprang jedes Mal hinterher und paddelte dann wie ein Hündchen an den Beckenrand, denn so richtig schwimmen konnte ich noch nicht. Frau Wellerdick, die Frau des Bademeisters, hatte mich die gesamte Zeit über beobachtet und wohl ihren Spaß dabei gehabt. Sie schenkt mir für meinen Mut eine große Tüte Äpfel. Darüber habe ich mich damals riesig gefreut und werden dieses Ereignis nie vergessen.

Die fünf Gewinner können sich ihre Zehnerkarten in unserer Geschäftsstelle, Poststraße 28, abholen.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.