"Große Dankbarkeit"
Waltrop: Pfarrer Ullrich Lammers wird am 19. Januar verabschiedet

Pfarrer Ulrich Lammers gemeinsam mit seinen Kollegen Sabine Dumpelnik und Holger Möllenhoff bei der Feier zu seiner Silberordination im Jahr 2012.
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  • Pfarrer Ulrich Lammers gemeinsam mit seinen Kollegen Sabine Dumpelnik und Holger Möllenhoff bei der Feier zu seiner Silberordination im Jahr 2012.
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"Danke, dass Sie für uns da waren." Diese Worte hörte Ulrich Lammers oft in den letzten Wochen. Fast 30 Jahre "hütete" der beliebte Pfarrer die evangelische Gemeinde in Waltrop. Im November 2019 ging er in den wohlverdienten Ruhestand. Beim diesjährigen Neujahrsempfang am Sonntag, 19. Januar, erfolgt nun die offizielle Verabschiedung im Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche.

"Ich empfinde ein großes Gefühl der Dankbarkeit, dass ich meinen Traumberuf ausüben und so interessante und beeindruckende Menschen kennenlernen durfte", sagt Ulrich Lammers.
Geboren 1958 in Burgsteinfurt, überraschte Ulrich Lammers seine völlig erstaunten Eltern nach dem Abitur mit seinem Wunsch, Pfarrer zu werden. Schmunzelnd erinnert er sich: "Meine Eltern hatten als Pfarrer den alten Mann im schwarzen Anzug und mit schwarzem Hut vor Augen und wunderten sich später noch oftmals, dass ich meinen Dienst teilweise in Jeans und Pullover verrichtete."
Bereits während seines Theologiestudiums in Münster widmete er sich der Kinder- und Jugendarbeit des Diakonischen Werkes. Seine Vikariatsstelle trat er in Ahlen an. Danach folgte sein Hilfsdienst in Werne und am 31. Oktober 1987 seine Ordination im Kirchenkreis Hamm. Seine erste Pfarrstelle lag in Unna-Königsborn. "Doch das war noch nicht das Richtige für mich", erzählt der 61-Jährige.

"Das Richtige" in Waltrop gefunden

"Das Richtige" fand er mit seiner Einführung in die Waltroper Gemeinde am 1. März 1991. "In den Jahren lagen meine Schwerpunkte in der Diakonie und der Frauenhilfe sowie in der Verantwortung für den Gemeindebrief und der Öffentlichkeitsarbeit", berichtet Ulrich Lammers, seinerzeit schon verheiratet mit Ehefrau Gitta und stolzer Familienvater von drei Kindern.
Vieles hat der evangelische Pfarrer in Waltrop erlebt. Pfarrerinnen und Pfarrer kamen und gingen. Das alte Bonhoefferhaus und "sein" Pfarrhaus wurden verkauft. Das neue Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum eingeweiht und die Arche abgerissen.
"2009 schossen mich gesundheitliche Gründe aus der Bahn. Erst nach einer längeren Beurlaubung war ich seit Sommer 2010 wieder voll in der Gemeinde aktiv, gemeinsam mit meinen geschätzten Kollegen Sabine Dumpelnik und Holger Möllenhof", sagt der Gemeindepfarrer.
Zwei Jahre später feierte er gemeinsam mit der Gemeinde seine 25-jährige Silberordination. Doch auch danach spielte seine Gesundheit nicht mit. "Allein in den letzten 13 Monaten hatte ich fünf schwerwiegende Hörstürze, die mich zusammen mit meinen anderen gesundheitlichen Einschränkungen bewogen, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen."
Rückblickend sagt Ulrich Lammers: "Kirche verliert an Ansehen. War es früher selbstverständlich zur Kirche zu gehen, sind die Menschen heute kritischer. Die Kirche wandelt sich von der Volkskirche zur Beteiligungskirche. Das muss nicht schlimm sein. Kirchenglieder beteiligen sich bewusster, ehrlicher."

Berufswahl nie bereut

Sein Resümee: "Auch nach so vielen Jahren habe ich meine Berufswahl zum Pfarrer nie bereut und bin meiner Frau Gitta sehr dankbar, dass sie mich stets uneingeschränkt unterstützt hat."
Auch wenn Ulrich Lammers nun seinen Ruhestand genießt, bleibt er in Waltrop und wird sich auch weiterhin ehrenamtlich im Freitagsforum Waltrop, im Kuratorium der Telefonseelsorge Recklinghausen und im Verwaltungsrat des Diakonischen Werkes engagieren.
Jetzt heißt es aber erst noch einmal Abschied nehmen, beim Neujahrsempfang am Sonntag, 19. Januar, um 10.30 Uhr im Gottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche und beim anschließenden Empfang im Dietrich-Bonhoeffer-Gemeindezentrum in Waltrop.

Autor:

Petra Pospiech aus Recklinghausen

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