Chemieunfall in Hüsten, Kaminbrand am Schreppenberg

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Der Funkenflug aus dem Kamin war schon bei der Anfahrt der Feuerwehr zu sehen. Foto: FW Arnsberg

Ein Chemieunfall in Hüsten und ein brennender Kamin - das sind die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Arnsberg und Sundern.

Arnsberg-Hüsten. Am Donnerstag, 24. November, gegen 13.30 Uhr kam es bei einer Firma auf der Wagenbergstraße zu einem Gefahrgutunfall. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot vor Ort. Eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung besteht momentan nicht. Auf dem Firmengelände kam es zu einem Schadstoffaustritt welcher zu einer Bildung einer sichtbaren Wolke führte. Die Feuerwehr konnte die Ausweitung der Wolke durch das Niederschlagen mit Wasser verhindern. Der Einsatz dauert noch an. Die Sperrung der Bundesstraße 229n zwischen Herdringer Schloss und Autobahn sowie die Sperrung der Autobahnabfahrt Hüsten ist bereits aufgehoben. Die Wagenbergstraße bleibt weiterhin gesperrt. 22 Personen welche mit dem Schadstoff in Kontakt kamen, werden aktuell ärztlich untersucht.

Nachtrag: Nach ersten Ermittlungen kam es in dem Galvanbetrieb zu einer Vermischung von zwei Flüssigkeiten. Bei der anschließenden Reaktion bildeten sich nitrose Gase, welche sich in einer sichtbaren, braun-gelben Wolke ausbreiteten. Die Feuerwehr erschien mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. Durch das Niederschlagen mit Wasser konnte ein Ausbreiten der Wolke verhindert werden. 22 Menschen kamen mit dem Schadstoff in Kontakt und wurden vor Ort untersucht. Fünf Personen wurden daraufhin zu weiteren Behandlungen und Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht. Die Bevölkerung der umliegenden Firmen und Wohnhäuser wurden sicherheitshalber durch Lautsprecheransagen darauf hingewiesen, die Türen und Fenster verschlossen zu halten. Durch die Sperrung der Bundesstraße B229n zwischen Herdringer Schloss und Autobahn sowie die Sperrung der Autobahnabfahrt Hüsten kam es zu erheblichen Verkehrsstörungen in und um Hüsten. Gegen 16.15 Uhr wurde der Verkehr wieder freigegeben. Die Feuerwehr arbeitete noch bis in den späten Abend an der Sicherung und Entsorgung der Gefahrenstoffe. Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg (Amt für Arbeitsschutz) wurden informiert und erschien vor Ort. Durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg wurde ein Gutachter zum Unfallort bestellt. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Arnsberg. Aufgrund des Chemieunfalls kam es im Bereich Hüsten zu starken Verkehrsstörungen. Hierbei kam es zu zwei Verkehrsunfällen bei denen zwei Personen verletzt wurden. Um 15.35 Uhr wurde ein Pedelec-Fahrer an der Wagenbergstraße angefahren. Er wurde schwerverletzt. Als ein 22-jähriger Bewohner durch die Polizei die Freigabe zur Einfahrt in die Straße erhielt, kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer, die in Richtung Ruhrbrücke fuhr. Der 76-jährige Radfahrer stürzte und musste schwerverletzt durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Am Herdringer Schloss kam es um 15.50 Uhr zu einem Auffahrunfall. Im Stau fuhr ein 16-jähriger Kradfahrer gegen ein vorherfahrendes Auto. Bei dem anschließenden Sturz wurde der Jugendliche leichtverletzt. Das Leichtkraftrad musste abgeschleppt werden.

Arnsberg. Am Mittwochmittag, 23. November, gegen 12.20 Uhr beschädigte eine Verkehrsteilnehmerin ein grünes Auto auf dem Parkplatz am Oeventroper Bahnhof. Der Besitzer des grünen Autos wird gesucht. Beim rückwärts Ausparken fuhr die Frau gegen den geparkten Pkw. Dieser stand auf dem Bahnhofsparkplatz, gegenüber der Parkbuchten. Die 63-jährige Frau begab sich erst später zur Polizeiwache Arnsberg um den Unfall zu melden. Bei der anschließenden Unfallaufnahme am Bahnhof war der beschädigte Pkw nicht mehr da. Das Verkehrskommissariat Arnsberg sucht nun den Fahrer des grünen Autos. Dieser wird gebeten sich mit der Polizei Arnsberg unter der Telefonnummer 0 29 32 / 90 200 in Verbindung zu setzen.

Arnsberg. In der Nacht zum Dienstag, 22. November, wurden zwei Autos auf dem Schäferweg in Hüsten beschädigt. Der Täter brachen in beiden Fällen die Heckscheibenwischer der Fahrzeuge ab. Die beiden Autos standen direkt hintereinander. Hinweise nimmt die Polizei in Arnsberg unter 02932 - 90 200 entgegen.

Sundern. Am Mittwoch, 23. November, gegen 13 fuhr ein 53-jähriger Mann mit einigen Ausfallerscheinungen über den Selscheder Weg. Sein Pech: die Polizei fuhr hinter ihm her. Der Mann missachtete zunächst das Stopp-Schild an der Göckeler Straße. Er bog ohne zu halten ab und fuhr anschließend auf der Gegenfahrbahn bis zum Kreisverkehr "Am Brühl". Bei der Ausfahrt aus dem Kreisel kam es fast zum Zusammenstoß mit der Fußgängerinsel. Erst als die Polizei das Martinshorn einschaltete bemerkte der Mann die Anhaltezeichen und stoppte sein Fahrzeug. Die Beamten konnten eine deutliche Alkoholfahne wahrnehmen. Ein Atemalkoholtest verlief positiv. Auf der Polizeiwache Sundern wurde dem Mann aus Sundern eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Sundern. Am Mittwoch, 23. November, gegen 15 Uhr fuhren auf der Göckeler Straße drei Auto aufeinander. Eine 29-jährige Frau wurde leichtverletzt. Die drei Autos fuhren hintereinander in Richtung Selschede. Als die beiden ersten Fahrzeuge an der Einmündung zum Selscheder Weg anhielten, fuhr eine 52-jährige Frau auf die Autos auf. Durch den Aufprall wurde das mittlere Auto auf das vordere Fahrzeug geschoben. Hierbei wurde die 29-jährige Fahrerin aus dem mittleren Auto leichtverletzt. Sie wurde durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die letzten beiden Fahren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von etwa 13.000 Euro.

Arnsberg. Am Dienstagabend, 22. November, wurde die Feuerwehr Arnsberg gegen 17:40 Uhr zu einem Schornsteinbrand auf dem Schreppenberg im Stadtteil Arnsberg alarmiert. Umgehend rückten die beiden Hauptwachen Arnsberg und Neheim aus. Auch die ehrenamtlichen Kräfte des Löschzuges Arnsberg eilten zum Einsatz. Bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort war ein Funkenschlag aus dem Schornstein des Mehrfamilienhauses für die anrückenden Kräfte gut sichtbar. An der Einsatzstelle erkundete der Einsatzleiter umgehend die Einsatzstelle.
Nach Positionierung der Drehleiter bekam ein Trupp unter schweren Atemschutz den Einsatzbefehl, mit dem Kehrgerät das Innere des Schornsteins zu reinigen. Während des Einsatzes wurde der Schornstein regelmäßig von der Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, um ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus zu vermeiden. Der gelöste Ruß wurde schließlich im Keller mittels einer Schuttmulde aufgefangen und von den Einsatzkräften unter freiem Himmel mit Wasser abgelöscht. Ein zur Einsatzstelle alarmierter Schornsteinfeger kontrollierte nach dem Einsatz der Feuerwehr Arnsberg den Schornstein auf entstandene Schäden. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz für die rund 20 Wehrleute beendet, Personen wurden nicht verletzt. Die Hausbewohner kamen mit dem Schrecken davon.

Arnsberg. Bei einer 82-jährigen Frau aus Arnsberg meldete sich ein falscher Enkel und bat um 25.000 Euro. Die Rentnerin ließ sich nicht täuschen und informierte die Polizei. Am Mittwoch gegen 14 Uhr rief ein unbekannter Mann bei der Dame an und gab sich als ihr Enkel aus. Er gab an beim Notar zu sitzen und für den Erwerb einer Eigentumswohnung schnellstmöglich eine Geldsumme von 25.000 Euro zu benötigen. Als die Dame ablehnte, meldete sich die angebliche Notarin am Telefon. Auch sie versuchte die Dame zu überreden. Als die die Täter merkten, dass die Frau nicht auf den Betrug hereinfällt, beendeten sie das Gespräch.
Der so genannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um Ihre Lebensersparnisse gebracht werden. Die Polizei gibt daher folgende Ratschläge gegen den Enkeltrick: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.
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