Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter auf DEMO in Neheim

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Es ist soweit - gerade treffen sich rund 150 Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter, davon circa 70 aus Arnsberg und Umgebung, um ihre Forderungen auf mehr Anerkennung im Beruf und Tarifanpassung gegenüber den kommunalen Arbeitgebern - hier die Städte und Gemeinden - durchzusetzen.

10.30 Uhr: In diesem Moment wandern sie zum Rathaus ... eine ganzheitliche Info folgt!


Update: Hintergrundinformationen

Streik in NRW - Arnsberg ist dabei ...

5 Verhandlungen hatten vor dem Streik zu keinerlei Ergebnissen geführt, so dass 94% der Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter innerhalb der Urabstimmung für den Streik waren. Während die Streik-Situation bundesweit bereits seit dem 8. Mai besteht, streiken die Mitglieder "vor Ort" erst seit Montag, 11. Mai.

Heute trafen sich zahlreiche Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter aus Arnsberg, Brilon, Warstein, Lippstadt und Marsberg, um ihre Forderungen deutlich zu machen: Mehr Anerkennung und damit auch mehr Geld!

"Wir haben mehr verdient! Wir sind Zukunftsgestalterinnen.", heißt es auf einem Plakat. Ein Weiteres zeigt: "Wir haben mehr verdient als Sandkastentarif!"

Das Ziel ist klar: Mehr Anerkennung in den sozial geprägten Berufen - und damit verbunden natürlich auch mehr Geld. Rund 10% mehr wünscht sich die Gewerkschaft ver.di für ihre Mitglieder.

Streikende begeben sich auf Protestmarsch

Man appelliere heute auch direkt an die Bürgermeister der Städte und wolle auf diesem Weg einfach mehr Druck aufbauen, damit die kommunalen Arbeitgeber tätig werden und einen verhandlungsfähigen Vorschlag unterbreiten. Bisher habe man sich dahingehend eher gesperrt, erklärt Wolfgang Schlenke, ver.di, Fachbereich für Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen.

Bei einem Fußmarsch vom Bexleyplatz in Neheim über die Stembergstraße zum Rathaus in Neheim-Hüsten zeigten die überwiegend weiblichen Streikenden sowie ein paar unterstützende Eltern Flagge und pfiffen für ihre Rechte - am Rathaus angekommen, wurde dem Bürgermeister der Stadt Arnsberg ein Schreiben des DGB-Kreisverbandsvorsitzende Wolfgang Zeh überreicht (siehe unten).

Tendenz: Streik geht auch nach Pfingsten weiter

Ob und inwieweit die städtisch angestellten Erzieherinnen der betroffenen Kindertagesstätten auch nach Pfingsten weiter streiken, entscheidet sich laut Wolfang Schlenke (ver.di) heute innerhalb der Streikdelegiertenkonferenz in Fulda - tendenziell werde jedoch wohl weiter gestreikt. Die Bereitschaft der Erzieherinnen, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter sei gegeben.

Wortgleich an alle Bürgermeister

DGB überreichte die nachfolgenden Zeilen wortgleich an alle Bürgermeister der zwölf Städte und Gemeinden im Hochsauerlandkreis:

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"Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

es sind die Menschen in den Sozial- und Erziehungsdiensten, die mit hohem persönlichen Einsatz und großer Professionalität einen substanziellen Beitrag zu unserem Gemeinwesen leisten. Für die Beschäftigten haben sich die pädagogischen Anforderungen in den letzten Jahren deutlich erhöht. Gleichzeitig ist das Arbeitsumfeld komplizierter geworden.

Fünf Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern über eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten sind ohne Ergebnis geblieben. Die Aufwertung sozialer Berufe durch eine zeitgemäße Eingruppierung der Fachkräfte hat bisher nicht stattgefunden. In sozialen Berufen sind überwiegend Frauen tätig. Die Anhebung der Eingruppierung ist also sowohl ein Schritt hin zur Entgeltgleichheit als auch ein Baustein zur gesellschaftlichen Aufwertung.

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützen die Beschäftigten der Sozial- und Erziehungsdienste in den aktuellen Tarifauseinandersetzungen solidarisch.

Bitte setzen Sie sich bei Ihrem Kommunalen Arbeitgeberverband dafür ein, dass die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten die geforderte Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit erhalten und es schnell zu einem Tarifergebnis kommt – die Beschäftigten haben es verdient!"
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