Wochen-Anzeiger-Kolumne von Seite 1: "Angenehm: Auf Entzug"

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Erinnern Sie sich? Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich an dieser Stelle über Mobiltelefone lästerte und unter anderem "Handy-Fasten" erwähnte.

Das, was mir jetzt selbst passiert ist, war zwar nicht so geplant, passt aber genau zu diesem Thema. Ich war nämlich auf "Entzug". Unfreiwillig, aber sehr angenehm!
Als meine Frau und ich nämlich unseren Wochenend-Kurzurlaub in Richtung Holland antreten wollten, fiel es mir siedendheiß ein: Dies würde ein Urlaub ohne Zeitdruck werden, denn meine Uhr hatte ich auf dem Redaktionsschreibtisch vergessen. (Dazu sollten Sie wissen, dass es sich um eine dieser Fitnessuhren handelt, die Alarm gibt und einen herumscheucht, wenn man sich zu wenig bewegt.)
An der Grenze zu den Niederlanden zündete dann automatisch die nächste Entzugsstufe: Unser Handytarif ist auf Deutschland beschränkt, so dass ein - wenn auch unfreiwilliges - Handy-Fasten begann.
Wobei erwähnt werden sollte - ich klopfe meiner Frau und mir symbolisch auf die Schultern -, dass ein wenig Selbstbeherrschung schon dazu gehörte. Denn unser Hotel hatte natürlich WLAN. Doch dieses nutzten wir nur wenige Sekunden pro Tag.

Wie nennt man so etwas doch gleich? Ach ja: "Freiwillige Selbstkontrolle".
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