Zwei Wüstenheilige in Hau

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Bedburg-Hau: alte Antoniuskirche |
Das letzte Abendlicht streift eine Greisenfigur oberhalb der Eingangstür der alten Antoniuskirche in Hau; ein Vogel mit etwas im Schnabel fliegt auf ihn zu. Bibelkundige denken an den Propheten Elija, der in der Wüste von Raben gefüttert wurde, nachdem er mit dem Tod bedroht wurde.
Aber ein Prophet aus dem Alten Testament passt nicht zu seinem Gegenüber, gleichfalls ein Greis, der eindeutig der hl. Antonius Abt aus dem 4. Jahrhundert nach Christus sein soll. Schwein ist da, dazu der T-Stab mit Glöckchen, mehr braucht man nicht für die Erkennung!
Nicht Elija ist es, der mehr als tausend Jahre vor Antonius lebte, sondern sein Zeitgenosse Paulus von Theben, so sagt die Legende, der sich noch vor ihm in die Wüste zurückgezogen hatte und ein Einsiedlerleben führte, ernährt von einem Raben. Er hatte das Glück nicht belagert zu werden von Männern die der Welt entfliehen wollten. Um Antonius sammelten sich jedoch einige, wodurch sein Einsiedlerleben, wie man sich denken kann, erheblich erschwert wurde.
Hier sieht man ihre legendäre Begegnung, eine seltene Darstellung am Niederrhein. Paulus in seiner Einsiedelei, Antonius in Pilgergewand mit Stock hat sich gerade hingesetzt, der Rabe bringt in dem Moment das Brot, es soll sogar eine doppelte Portion gewesen sein.
Den Antonius mit dem Schwein treffen wir natürlich auch in „seiner eigenen“ Kirche an.
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3 Kommentare
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Paul Scharrenbroich aus Monheim am Rhein | 14.03.2015 | 10:12  
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Jan Kellendonk aus Bedburg-Hau | 14.03.2015 | 11:07  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 14.03.2015 | 14:18  
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