Hausmusik 2.0: Salonfestival Bochum bietet Konzerte in ganz besonderen Häusern dieser Stadt

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Das Salonfestival öffnet auch in diesem Jahr wieder ansonsten mitunter verschlossene Türen: Vom 29. Oktober bis zum 8. November bringt es Bochum an besonderen Orten zum Klingen. Festivalleiterin Katja Leistenschneider (re.) freut sich gemeinsam mit Jennifer Bachmann und Sandra Konietzny vom Exzenterhaus Businessclub auf insgesamt 15 Konzerte. (Foto: Molatta)

Im Wien des 18. Jahrhunderts erlebte die Hausmusik ihre Hochkultur. Adlige Kunstförderer luden Musiker und Kapellen in ihre Schlösser ein, die dort vor einem ausgewählten Publikum neue Kompositionen darboten. Adlig sind die Gastgeber des Salonfestivals in Bochum zwar nicht, Förderer der Musik aber allemal. Und sie lassen die Tradition der Hausmusik wieder aufleben – quasi als Update Hausmusik 2.0 – in diesem Jahr allerdings ohne klassische Musik. „Die gibt‘s im nächsten Jahr wieder“, verspricht Festival-Leiterin Katja
Leistenschneider.

In Bochum öffnen sich vom 29. Oktober bis zum 8. November Türen, die ansonsten eher verschlossen bleiben. Charmante Konzerte in intimer Atmosphäre – klein, fein und schön – mit Musikern, die, so Katja Leistenschneider, „auch allesamt die ganz großen Bühnen können“. Beim Salonfestival gibt‘s weder die großen Bühnen noch die große Fan-Schar. Gerade einmal 40 bis 200 Zuschauer kommen in den Genuss einzigartiger musikalischer Momente, hautnah und sehr persönlich.
Das Publikum erlebt Ins­trumentalmusik über den Dächern der Stadt, Perkussion im Atelierhaus, mehrdimensionale Klangbilder in der Synagoge, Jazz inmitten von Teppichen, Funk und Soul in einer Kanzlei, Indie-Rock in einer leerstehenden Gewerbe-Immobilie, Tanzbares bis „nix mehr geht“ in einer echten Ruhrgebietskneipe sowie Jazz, Soul und Pop im Wohnzimmer von Privatleuten.
Musik wird erlebbar gemacht, wo gelebt und gearbeitet wird, mit persönlichen Begegnungen in einem ganz persönlichen Raum, denn einzigartig sind beim Salonfestival nicht nur Musik und Orte, sondern auch die Gastgeber, die den Gästen Einblicke in ihr ganz persönliches Umfeld erlauben.
„Gastgeber sind hier auch Mäzene und Kulturförderer, denn nur mit ihrer Hilfe entsteht und gedeiht dieses Festival. Sie geben Geld und Raum für Künstler und ihre Bühnen“, erklärt Katja Leistenschneider das Konzept. „Das kostet einen Tag lang Zeit und Mühe mit Stühleschleppen, Möbelrücken, Häppchenrichten, Getränke besorgen, liefert aber Erinnerungen für ein ganzes Leben.“ Dafür haben sie den ganz besonderen Einblick in das Leben und die Backstage-Situation der Künstler. „Sie erleben die Proben, das Lampenfieber, kommen in Kontakt und bleiben es meist auch. Eine beglückende Erfahrung für beide Seiten“, weiß die Festival-Leiterin aus eigener Erfahrung.
Gastgeber kann im Übrigen jeder sein, wenn er denn einen Raum hat, in dem mindestens 40 Menschen Platz finden und er den Abend finanziert.
Weitere Informationen und Tickets gibt es unter: www.salonfestival.de

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