Mit viel Dampf oder reiner Muskelkraft

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Am Eingang zum Stadtpark, direkt gegenüber vom Kunstmuseum, grüßt seit 2006 Guiseppe Spagnolos Plastik „Grande Ruota“. Foto: Leitmann/Presseamt (Foto: Foto: Leitmann, Presseamt Stadt Bochum)

Am Sonntag auch in Bochum viel Programm zum Internationalen Museumstag




Von der Kunst im öffentlichen Raum bis zur Dampfmaschine, von historischen Telefonapparaten bis zum Blick in die Schulzeit unserer Vorfahren - anlässlich des 36. internationalen Museumstages, der in diesem Jahr unter dem Mottor „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ steht, gibt es auch in Bochum am Sonntag, 12. Mai, eine Vielzahl von Sonderaktionen.

Die „RuhrKunstMuseen“, zu denen auch das Kunstmuseum Bochum zählt, legen in diesem Jahr das Augenmerk auf Kunstwerke im öffentlichen Raum, die das Gesicht der Metropole Ruhr prägen. Das Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, lädt Interessierte am morgigen Sonntag um 11 Uhr zu einem kostenlosen Rundgang ein, um sich den Kunstwerken im Bochumer Stadtgebiet erneut anzunähern. Treffpunkt ist an der Museumskasse. Dr. Claudia Posca und Sepp Hiekisch-Picard nehmen die Teilnehmer mit auf einen kleinen Spaziergang rund um das Kunstmuseum. Unter anderem begegnen sie dort Werken von Wolf Vostell, Ulrich Rückriem oder Guiseppe Spagnulo. Die beiden Kunsthistoriker berichten nicht nur von den bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten, sondern geben auch Auskunft zur Bedeutung der einzelnen Werke und dem jeweiligen Aufstellungsort.
Zum „Tag der offenen Tür“ lädt am morgigen Sonntag von 12 bis 18 Uhr auch das Schulmuseum in der dritten Etage der Cruismannschule, Cruismannstraße 2. Viele Bürger, die der Schulzeit bereits lange entwachsen sind und wieder einmal die Schulbank drücken wollten, zählen zu den regelmäßigen Besuchern des Schulmuseums. Neu sind dort in diesem Jahr unter anderem die Tintenfass-Sammlung einer Wittener Lehrerin, ein Stahlbuch mit Zechenmotiven des Bochumer Künstlers Marcus Kiel sowie ein Zuckertütenbaum zu sehen. Für das leibliche Wohl der Besucher ist gesorgt und für Kinder gibt es Mal- und Bastelangebote.
Industriekultur auf Rädern kann man am LWL-Industriemuseum Zeche Hannover, Günnigfelder Straße 251, erleben: Um 11 Uhr und um 14 Uhr starten dort Segway-Touren, die die Teilnehmer bis zur ehemaligen Zeche Königsgrube in Herne führen. Anmeldungen dazu unter Tel.: 02323/9190514.
Für alle, die nicht auf die Segways steigen wollen, finden um 12 und um 15 Uhr Erlebnisführungen durch die Zeche Hannover mit Vorführung der historischen Dampffördermaschine statt. In der Maschinenhalle und im Malakowturm sind außerdem die Ausstellungen „Zum Wohl!“ und „Im guten Glauben“ zu sehen. Das Industriemuseum und das Kinderbergwerk Zeche Knirps sind von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Mit einem Aktionstag von 10.30 bis 16 Uhr beteiligt sich das Telefon-Museum „Telekom-Historik“, Karl-Lange-Straße 17. Das Herzstück der Sammlung ist eine betriebsbereite Vermittlungseinrichtung mit elektromechanischen Wählern aus den Baujahren 1922 - 1958. Für die Besucher ist es möglich, mit historischen Telefonen Verbindungen selbst herzustellen und die einzelnen Schaltglieder zu beobachten. Die Geschichte der Telekommunikation und die Entstehung des Museums werden bei einer Führung erläutert.
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