Theater zwischen Abenteuer und Provokation

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Aufführung von "Hamlet" in der Bo-Fabrik mit Regisseur Peter Zadeck (l.) am 23. September 1977. Foto: Archivmaterial der Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt (Foto: Archivmaterial der Stadt Bochum, Presse- und Informationsamt)

Stadtarchiv eröffnet am Sonntag, 12. Mai, neue Ausstellung zur Ära Zadek am Schauspielhaus

Mit seiner neuen Ausstellung „Zwischen Abenteuer und Provokation“ erinnert das Stadtarchiv, Wittener Straße 47, an Peter Zadeck. Eröffnet wird die Ausstellung amSonntag, 12. Mai, um 11 Uhr.
Als Provokateur verschrien, als Erneuerer des Theaters gefeiert, zählt Peter Zadeck zweifellos zu den Persönlichkeiten, die das deutsche Theater im 20. Jahrhundert revolutioniert haben. 1972 wurde er Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Hier versammelte er seine „Theaterfamilie“, hier machte Zadek aus jungen Talenten wahre Schauspielerwunder. Stars wie Hannelore Hoger, Rosel Zech, Ulrich Wildgruber oder Herbert Grönemeyer schrieben in Bochum Theatergeschichte.
Radikal setzte der neue Theaterchef seine Idee vom „Volkstheater“ um: „König Lear“ wurde zum Experiment in einem Kino. Und als Zadek sich 1977 für „Hamlet“ eine Fabrikhalle in Hamme aussuchte, entbrannte in der Stadt eine kontroverse Debatte. Die Ausstellung im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte ist ein Streifzug durch diese „heißen Jahre“ der Ära Zadek in Bochum.
Begleitet wird die Ausstellung von einem Veranstaltungsprogramm. Den Auftakt macht am Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr, ein Vortrag von Prof. (em.) Uwe-K. Ketelsen unter dem Titel „Ein neuer Hamblet für Bochum“.
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