Erster Weltkrieg: Stadtarchiv sucht Bilder, Briefe, Erinnerungen

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Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 sammelt das Crowdsourcing-Projekt „Europeana 1914 - 1918“ in ganz Europa private Erinnerungsstücke und macht diese in einem digitalen Archiv öffentlich zugänglich. Jetzt soll diese Sammlung auch durch Beiträge aus Bochum ergänzt werden. Am Freitag, 18. Oktober, sind alle Interessierten herzlich ins Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, eingeladen, um dort von 10 bis 18 Uhr ihre Erinnerungsstücke zu dem Online-Projekt beizutragen.

„Europeana 1914 - 1918“ hat seit 2011 über 30 Aktionstage in Europa, darunter in England, Deutschland, Luxemburg, Irland, Slowenien, Dänemark, Belgien, Zypern, Italien und Rumänien, veranstaltet. Bis 2014 soll so ein einzigartiges virtuelles Archiv mit Erinnerungsstücken aus der Zeit des Ersten Weltkriegs entstehen. Der Bochumer Aktionstag bietet allen die Möglichkeit, sich mit Fotos, Briefen, Feldpostkarten, Tagebüchern, Filmen, Tonaufnahmen oder Alltagsobjekten und deren Geschichten aus der Kriegszeit an „Europeana 1914 - 1918“ zu beteiligen. Die Objekte werden vor Ort professionell digitalisiert und mit den dazugehörigen Angaben dem Online-Archiv hinzugefügt.

Das Ruhrgebiet war durch die Rüstungsindustrie essentiell für die Kriegsführung des Deutschen Reiches. Menschen aus der Region kämpften deshalb nicht nur an der West- und Ostfront, sondern arbeiteten auch in Betrieben und Bergwerken für den Krieg oder litten Hunger angesichts der Versorgungskrise des Reiches. Selbst nach dem Krieg waren Rhein und Ruhr von den Kriegsfolgen, insbesondere der Ruhrbesetzung, besonders schwer getroffen.

Ziel von „Europeana 1914 - 1918“ ist es, sowohl die gemeinsame als auch die persönliche Erinnerung Europas an den Ersten Weltkrieg zu bewahren.
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Christoph Nitsch aus Bochum | 17.10.2013 | 15:07  
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