Die Wahl hat schon begonnen

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Lange Schlangen bilden sich regelmäßig vor dem Wahllokal im Technischen Rathaus. (Foto: Molatta)
Am 25. Mai wird gewählt. Erst am 25. Mai? Nein! Im Technischen Rathaus kann man bereits jetzt seine Stimme abgeben. Das hat sich herum gesprochen: Die Möglichkeit wird so rege genutzt, dass sich hier immer wieder lange Schlangen bilden. Und auch in den Bezirksverwaltungsstellen kann bereits seit letzter Woche gewählt werden.

Der Countdown läuft: Noch 15 Tage sind es bis zum Mega-Wahlsonntag am 25. Mai. Dann finden neben der Kommunalwahl auch die Wahl zum Europäischen Parlament sowie – erstmals – die Wahl des Integrationsrates statt. Mit 49.949 Wahlberechtigten ist das allerdings die kleinste der drei Wahlen – bei der Europawahl verzeichnet die Statistik in Bochum 279.720 Wahlberechtigte, für die Kommunalwahl sind es sogar 295.906 Wahlberechtigte.
Für die Kommunalwahl ist Bochum insgesamt in 33 Kommunalwahlbezirke eingeteilt, aus jedem dieser Bezirke wird ein Vertreter direkt in den Rat gewählt. Für die Wähler bedeutet das: In jedem Kommunalwahlbezirk unterscheiden sich die Stimmzettel voneinander. Welchen Stimmzettel man erhält, hängt davon ab, in welchem Kommunalwahlbezirk man gemeldet ist. Gleiches gilt für die Wahl zu den sechs Bezirksvertretungen Mitte, Wattenscheid, Nord, Ost, Süd und Südwest.

Stadt rechnet mit bis zu 60.000 Briefwählern

Insgesamt 249 Stimmbezirke gibt es für alle drei Wahlen in ganz Bochum, für jeden ist ein Wahllokal zuständig. Wo das liegt, steht auf der Wahlbenachrichtigung.
Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, so berichtet Stephan Heimrath, als stellvertretender Leiter des Rechtsamtes auch zuständig für das Wahlbüro, seien derzeit mit der Vorbereitung des Wahlsonntages beschäftigt. Seitdem in der letzten Woche die Wahlbenachrichtigungen verschickt wurden, sind es jetzt vor allem die Anträge auf Briefwahl, die die Mitarbeiter auf Trab halten. Der Trend zur Briefwahl, das haben die letzten Wahlen gezeigt, ist auch in Bochum ungebrochen.
Stephan Heimrath rechnet vor: „Bei der letzten Bundestagswahl betrug die Quote der Briefwähler rund 18 Prozent aller abgegebenen Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von rund 73 Prozent aller Stimmberechtigten. Die Wahlbeteiligung bei den beiden letzten Ratswahlen betrug 49,48 Prozent im Jahre 2009 beziehungsweise 38,37 Prozent in 2004. Unterstellt, dass wieder eine Wahlbeteiligung von rund 50 Prozent erfolgt, wäre realistisch mit etwa 30.000 Briefwahlanträgen pro Wahl zu rechnen. In der Summe für Kommunal- und Europawahl also 60.000 Anträge.“
Stellen kann man diesen Antrag entweder per Vordruck auf der Wahlbenachrichtigung, formlos per E-Mail an wahlbuero@bochum.de oder per Online-Formular, das man auf der Internet-Seite der Stadt Bochum findet.
Wer am Wahlsonntag verhindert ist, kann alternativ bereits jetzt in seiner zuständigen Bezirksverwaltungsstelle oder im Technischen Rathaus an der Hans-Böckler-Straße wählen. Dazu braucht man nur seine Wahlbenachrichtigung und seinen Personalausweis und bekommt dort seine Unterlagen direkt ausgehändigt. „Man kann dort im Briefwahlzentrum dann entweder seine Briefwahlstimme im verschlossenen Wahlbrief direkt in die dort aufgestellten Wahlurnen einwerfen, oder die Unterlagen mitnehmen und per Post kostenfrei dem Wahlamt zusenden“, macht Heimrath deutlich.

Ein Kurzinterview zur Wahl mit Stephan Heimrath finden Sie hier
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