Ahlen ein Tick zu clever für die Teutonia - Riemker Herren durften nur an der Sensation schnuppern

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Die Stimmung in der Böll-Halle war grandios – dazu trugen auch die fairen und lautstarken Fans der Ahlener SG bei – das Spiel der beiden Teams zuweilen hochklassig und spannend, allein das Ergebnis stimmte aus Sicht der Teutonia nicht: 28:34 (13:14) hieß es nach 60 Minuten. Sechs Treffer Differenz waren am Ende eindeutig zu hoch, was Trainer Timo Marcinowski dazu veranlasste, seine Schützlinge direkt nach dem Schlusspfiff in die Kabine zu bitten. „Wir lassen uns in den letzten Minuten wieder gehen und verpassen ein besseres Ergebnis. Das hat mich geärgert, deshalb direkt die Kabinenansprache“, folgte die Erklärung des Trainers.

Dabei hatten sich die Riemker gegen den Favoriten über weite Strecke gut verkauft. Zwar gehörte die Anfangsphase klar den Gästen, bei denen vor allem Keeper Niroda Pavol Riemkes Angreifer zur Verzweiflung brachte. Nachdem Marcinowski in der Abwehr nachjustierte und Christain Bouali als Sonderbewacher für Ahlens Spielmacher Thomas Lammers abstellte, lief es besser. Mit einer Fünfer-Serie wurde ein 7:11-Rückstand in eine 12:11-Führung verwandelt. Doch Ahlen hatte nicht nur einen starken Torwart, sondern mit Kevin Wiegers auch den überragenden Torschützen auf dem Spielfeld. 16 Treffer erzielte der blitzschnelle Linksaußen, der sich gleichzeitig als sicherer Siebenmeterschütze erwies: acht der neun Strafwürfe fanden sein Ziel – zur Pause lag Ahlen wieder knapp in Front.
Dennoch durften die Riemker bis weit in die zweite Hälfte hinein auf eine Überraschung hoffen. Bis zum 23:25 blieb die Teutonia in Schlagdistanz. Großen Anteil daran hatte Philipp Krabusch, der als Spielmacher mit Torinstinkt eine klasse Partie ablieferte. Dann war es erneut Kevin Wiegers, der den Grün-Weißen den endgültigen Knockout verpasste. Mit fünf Treffern in Serie verhalf der seinem Team zu einer 28:23-Führung, die Ahlen letztlich sicher nach Hause brachte. „Ahlen hat das clever runtergespielt und verdient gewonnen. Aber wir waren dran und es war durchaus mehr möglich“, so Timo Marcinowski.
Teut. Riemke: Erzfeld, Zidorn; Braithwaite (4), Krabusch (6), Kramer (2), Schröder, Samija (3/2), Al-Youssef, Lüning (4), Bouali (5), Driesel (2), Weber (2), Wild, Aufermann, Speckamp.


Riemker Damen müssen nachsitzen - Indiskutables Abwehrverhalten verhindert möglichen Sieg

34 Tore erzielt und doch nicht gewonnen – die Hauptursache für die 34:36 (17:19)-Niederlage der Riemker Oberligahandballerinnen gegen den TV Schwitten war nach Spielschluss schnell ausgemacht. „Es lag wieder einmal an der schwachen Abwehrleistung. Wir haben es nicht geschafft, in der Defensive als Verbund aufzutreten“, so Guido Drescher, der seine Mannschaft deshalb im Training „nachsitzen“ lassen wird, „damit sie endlich wieder zu ihrer alten Stärke in der Verteidigung findet.“
Die Teutonia verspielte bereits in der Anfangsphase alle Vorteile und gab mit zehn ganz schwachen Minuten die Partie frühzeitig aus der Hand. Mit sechs Toren lang man zwischenzeitlich in Rückstand. Was folgte, war eine kräftezehrende Aufholjagd, in der der Abstand zwar bis zur Pause bereits auf zwei Treffer verringert werden konnte, der mögliche Ausgleichstreffer aber bis zum Schluss nicht fallen wollte. Dazu verhielten sich die Riemkerinnen hinten einfach zu ungeschickt, auch die Umstellung der Abwehr brachte nicht den gewünschten Erfolg. „Es fehlten die Absprachen, so dass der Schwittener Rückraum leichtes Spiel hatte, immer wieder erfolgreich in die Nahtstellen stieß und so zu einfachen Torerfolgen kam“, monierte Drescher.
In der 56. Minute keimte noch einmal Hoffnung auf, als der Teutonia der Anschlusstreffer gelang. Doch letztlich fehlte dann auch im Angriff die Präzision, um dem Spiel in der Schlussphase noch eine Wende zu geben. „Letztlich geht die Niederlage dann auch in Ordnung. Schwitten hat verdient gewonnen“, so der Riemker Coach. Und die Mannschaft zeigte sich selbstkritisch: „Im Schnitt 32 Gegentreffer zu kassieren ist ganz klar nicht unser Anspruch. Wir müssen jetzt die kurze Spielpause nutzen, um dieses Manko abzustellen. Denn in den nächsten Spielen dürfen wir uns einfach keine Patzer erlauben, sonst verlieren wir ganz schnell den Anschluss zum oberen Tabellendrittel!“
Teut. Riemke: Rump, Grzegorczyk (1), Niggemeyer (12/5), Berens (5), Klaile (3) Franz, Wozniak (5), Tahirovic (4), Kottmann, Lehnen (2), Güntner (2), Dietrich, Scheffler
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