Drittliga-Tabellenführer Münster kommt - großes Spiel für einen kleinen Club

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Lindens Trainer Frank Benatelli bestritt zwischen 1983 und 1992 für den VfL Bochum 192 Bundesligaspiele. Er gehörte zum Kader, als der VfL 1988 im DFB-Pokalfinale stand. Bei der 0:1-Niederlage in Berlin gegen Frankfurt kam er aber nicht zum Einsatz. Sohn Rico (links) steht bei Zweitligist Aue unter Vertrag.

Am Dienstag, 17. Februar, sieht der CSV SF Linden dem bisher größten Spiel seiner Vereinsgeschichte entgegen. Im Achtelfinalspiel um den Westfalenpokal ist der aktuelle Tabellenführer der 3. Liga, Preußen Münster, zu Gast in Bochum.
In Bochum, nicht jedoch in Linden. Ins Wattenscheider Lohrheidestadion wurde die Partie verlegt, wo um 19.30 Uhr angestoßen wird.


Nicht die einzige Verlegung, die den Aufwand für den Fußball-Landesligisten maximiert. Zunächst wurde der Termin auf diesen Dienstag verschoben, im Hinblick auf den Spielplan der Preußen. Dann kam es zur Ansetzung im Wattenscheider Stadion, weil in Linden keine Trennung der Fangruppen möglich ist.
Zusätzliches Handicap: Während der Drittligist aus Münster nach der Winterpause wieder voll im Spielbetrieb ist – am vergangenen Samstag wurde der VfL Osnabrück vor mehr als 14  000 Zuschauern mit 2:0 besiegt – ruht der Ligabetrieb für Linden noch.
All den erwähnten Erschwernissen zum Trotz – der Club hat sich in seinem Bemühen um die Gestaltung einer gelungenen Veranstaltung nicht behindern lassen.
Über die Organisation von Fanbussen, Fanartikeln, Gewinnspielen, eines Vorverkaufs, eines VIP-Bereichs, die Bewerbung des Spiels und vielen Dingen, die sonst nicht zum Alltagsgeschäft des CSV gehören, sind die Ehrenamtlichen des Vereins aber schon an die Grenzen der zeitlichen Belastbarkeit gekommen.
Durchaus besorgt ist man im Bochumer Südwesten, dass aus Münster und seitens der Polizei immer neue Meldungen eintreffen, über den eventuell zu erwartenden Besuch von „Problemfans“. So musste ein Sicherheitsdienst engagiert werden, dessen Kosten einen kleinen Club nicht unerheblich belasten. Hinzu kommt, dass die für die Gästezuschauer vorgesehene Stehtribüne wegen Bauarbeiten gesperrt ist, was die Lindener zu weiteren Improvisationen zwingt.

Stimmungsvolle Kulisse erhofft



Nun hofft der Landesligist, trainiert von Ex-Profi Frank Benatelli, trotz des ungünstigen Termins nach dem Rosenmontag auf viele Bochumer und Wattenscheider Besucher, die dem Münsteraner Anhang in Sachen Anfeuerung etwas entgegensetzen. Damit das größte Spiel der Vereinsgeschichte in guter, weil stimmungsvoller, Erinnerung bleibt.
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Rainer Bresslein aus Wattenscheid | 14.02.2015 | 10:09  
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