Riemke unter Druck - Zwei Niederlagen in Folge wecken die Konkurrenz

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Riemkes Verbandsligahandballer hadern im Moment ein wenig mit sich selbst. Nach der Niederlage gegen Höchsten zog man auch bei der HSG Werdohl/Versetal mit 25:28 (10:11) den Kürzeren und scheint aktuell ein wenig ins Schlingern zu geraten.

„Von unseren neun Minuspunkten resultieren sieben aus den Spielen gegen Höchsten und Werdohl. Das ist schon unglaublich“, so Trainer Timo Marcinowski, der krankheitsbedingt dieses Mal nicht selbst eingreifen konnte. Aber auch ohne ihren Spielertrainer hatten die Teutonen genügend Chancen, um die Partie zu ihren Gunsten zu entscheiden. „Allein nach der ersten Hälfte hätten wir eigentlich mit drei, vier Toren in die Pause gehen müssen.“ Doch die Riemker leisteten sich im Verlauf der Partie insgesamt 30 Fehlwürfe. „Definitiv zuviel, um ein solches Spiel gewinnen zu können.“
Dabei hatte der Coach ansonsten wenig auszusetzen. Die Abwehr um André Bergermann stand gewohnt sicher, im Tor machte Mike Zidorn trotz dicken Knöchels einen klasse Job – Sven Erzfeld war beruflich verhindert –, allein in der Offensive fehlte es an der notwendigen „Vollstreckermentalität“. Zwar blieben die Riemker bis kurz vor Schluss ständig auf Schlagdistanz und lagen meist nur mit einem Tor zurück, doch der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Weil Werdohl letztlich cleverer agierte und in den entscheidenden Phasen den Ball im Riemker Netz unterbrachte, war der Sieg der Sauerländer nicht unverdient.
Die Teutonia hat sich durch die beiden Niederlagen unnötigerweise selbst unter Druck gesetzt. Zwar ist die Meisterschaftskrone angesichts der Dominanz von Spitzenreiter Volmetal wohl frühzeitig vergebens, doch aufgrund des Rückzugs des Drittligisten TuS Wermelskirchen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein dritter Oberliga-Aufsteiger gesucht wird. Ermittelt in einem Relegationsspiel zwischen den beiden Zweitplatzierten der beiden Verbandsligen.
Rang zwei schien den Riemkern eigentlich nicht mehr zu nehmen zu sein. Doch nach den beiden Niederlagen ist der Vorsprung auf Verfolger OSC Dortmund auf drei Punkte zusammengeschmolzen. „Klar, dass der OSC jetzt Morgenluft wittert“, so Riemkes Coach, „umso wichtiger, dass wir in den nächsten Spielen wieder voll da sind und punkten.“
Allerdings sind die nächsten Aufgaben alles andere als einfach. Am Sonntag, 24. Februar, stehen die Teutonen um 17.30 Uhr in der Kreissporthalle an der Goethestraße beim TuS Hattingen auf der Platte, gegen den man sich im Hinspiel in einem flotten Spiel nur knapp mit 28:26 hatte durchsetzen können. Eine brisante Partie, denn das Team des Ortsnachbarn konnte in diesem Jahr noch kein Spiel gewinnen und befindet sich auf Talfahrt Richtung abstiegsbedrohter Zone.
Eine Woche später, am 2. März, gastiert dann um 19 Uhr der designierte Meister TuS Volmetal in der Böll-Halle, der weiterhin ohne Punktverlust an der Tabellenspitze steht. Im Hinspiel setzte sich der Spitzenreiter in einer temporeichen Begegnung letztlich verdient durch.
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