VfL 0:4 gegen Union - Luthe: "Nur Geleitschutz bringt nichts!"

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Komplett bedient von der Leistung des VfL: Andreas Luthe. Foto: Molatta

In der Offenisve harmlos und in der Abwehr erschreckend anfällig - nach einer schwachen Leistung hat der VfL Bochum gegen Union Berlin eine deutliche 0:4-Heimpleite kassiert und war damit noch gut bedient. Nach der Partie sprach Kapitän Andi Luthe Klartext und nahm die Mannschaft für das letzte Spiel in diesem Jahr bei Dynamo Dresden in die Pflicht.

Andreas Luthe, so eine 0:4-Heimpleite gegen Union ist ein regelrechter Schock und kaum zu erklären.
Luthe: Doch, natürlich ist das zu erklären. Das, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat, hat dieses Mal in vielen Situation gefehlt - die konsequente Rückwärtsbewegung, das aggressive Anlaufen. Aber nur Geleitschutz bringt nichts gegen eine Spitzenmannschaft wie Union. Dann fängt man sich auch mal ein paar Treffer. Ich bin fast froh, dass wir heute extrem einen auf die Mütze bekommen haben.

Wie meinen Sie das?
Luthe: Das sollte jetzt spätestens jedem zeigen, dass es so nicht geht. Das Mittel, um es besser zu machen, hatten wir in den letzten Wochen. Wir haben es gezeigt. Da ist es jetzt für jeden einfach, die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Das Einzige, was mich positiv stimmt, sind unsere Fans. Die haben gefeiert, als ob wir 2:0 gegen Borussia Dortmund führen. Das war Wahnsinn!

Die Fans waren klasse, aber ausgerechnet das sonst gute Defenisvverhalten des VfL war katastrophal.
Luthe: Wie schon gesagt: Es bringt rein gar nichts, dem Gegner nur Geleitschutz zu geben. Ich maße mir noch nicht an, irgendwelche Schlüsse zu ziehen, nachdem ich das Spiel erst einmal aus sehr niedriger Perspektive aus meinem Tor mitverfolgt habe. Aber wir werden uns das in der Woche noch einmal ansehen. Und dann bin ich mir sicher, dass es einiges an Fehlern zu sehen gibt. Sonst verlierst du nicht zuhause mit 0:4.

Stimmen Sie zu, dass es die mit Abstand schlechteste Heimleistung des VfL war?

Luthe: Wir hatten bis zu diesem Spiel noch keine Mannschaft, die uns dominiert hat. Das war in der Anfangsphase der Partie auch nicht so. Aber mit der Zeit war der Unterschied zwischen dem VfL und Union einfach zu groß.

Zum Abschluss des Jahres muss der VfL am Freitag noch einmal bei Dynamo Dresden antreten. Schließen Sie aus, dass sich eine derartige Leistung wie gegen Berlin dann noch einmal wiederholen kann?
Luthe: Wenn ich das ausschließen könnte, dann wäre ich Hellseher. Aber ich glaube, dass die 0:4-Niederlage der richtige Schuss vor den Bug war, um jedem zu zeigen, dass es so nicht geht. Wir haben das Mittel, es besser zu machen, was wir ja über Wochen auch gezeigt haben. Da ist dann wirklich auch einfach, daran wieder anzuknüpfen.

Mit welcher Erwartung fahren Sie nach Dresden?
Luthe: Ich möchte gegen Dresden gewinnen! Ich finde es gut, dass wir jetzt noch einmal ein Spiel haben vor Weihnachten. Wenn wir mit dem 0:4 in die Winterpause gehen müssten, kann sich jeder vorstellen, wie die Stimmung wäre. Aber wir haben die Chance, es besser zu machen. Und das wollen wir am Freitag auch tun!
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