VfL Bochum beendet Torflaute und schlägt Fürth – Wurtz: „Wir sind alle extrem erleichtert“

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Der entscheidende Moment: Johannes Wurtz läuft allein auf Fürths Keeper Balazs Megyeri zu, legt dann quer auf Eisfeld - 1:0 für den VfL Bochum. (Foto: Molatta)
 
Vorbereiter und Torschütze: Johannes Wurtz (r.) gratuliert Thomas Eisfeld, in der Mitte freut sich Nils Quaschner mit. (Foto: Molatta)
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Endlich wieder drei Punkte für den VfL Bochum: Nach dem 1:0-Sieg über Greuther Fürth ist die Erleichterung bei Spielern und Fans gleichermaßen groß. Für das Tor des Tages sorgte bei seinem Startelf-Comeback Thomas Eisfeld nach toller Vorarbeit von Johannes Wurtz. Der Ex-Fürther hatte einen Rückpass abgefangen, war alleine auf das Gäste-Tor zugelaufen und hatte den Ball dann im entscheidenden Moment quer gelegt. Wie er selbst den Treffer erlebt hat, wie er die Leistung der Bochumer einschätzt und was der Sieg für den VfL bedeutet, darüber sprach Wurtz im Interview nach der Partie.

Johannes Wurtz, nach der Remis-Serie mit fünf Unentschieden in Folge und auch mit Blick auf das Restprogramm war es gegen Fürth ein ganz wichtiger Sieg. Wie gut tut dieser Dreier?
Johannes Wurtz: Sehr gut! Das hat man ja gemerkt - wir sind alle extrem erleichtert, die Fans genauso wie die Mannschaft und das Trainerteam. Dieser Sieg war einfach extrem wichtig und das hat man auch gesehen. Die Einstellung hat zu hundert Prozent gestimmt.

Schildern Sie die Szene zum entscheidenden Treffer doch bitte mal aus Ihrer Sicht, als Sie alleine auf das Tor der Gäste zugelaufen sind.

Der Torwart von Fürth hat es gut gemacht. Er ist lange stehen geblieben und hat nicht wirklich spekuliert. Deswegen war es nicht ganz so einfach, weil ich mittig zum Tor stand. Aber dann hat es doch ganz gut funktioniert. Da Thomas mitgelaufen war, habe ich ihm das Ding dann quer gelegt. Ein schönes Tor!

Aber eigentlich wollten Sie lieber selbst abschließen, oder?
Klar! Wenn man alleine auf den Torwart zuläuft, dann hat man schon den Plan, das Tor auch zu machen. Aber wie schon gesagt – da Thomas mitgelaufen war, musste ich einfach abbrechen und den Ball quer legen.

Der Treffer nach 18 Minuten war quasi auch der erste Torschuss des VfL. Wie beurteilen Sie die Bochumer Leistung insgesamt?
Wir hatten uns überlegt, den Gegner ein bisschen kommen zu lassen, damit wir vorne mehr Platz haben. Am Anfang haben wir das nicht so gut hinbekommen, aber mit der Zeit wurde es immer besser. Es war ein sehr leidenschaftliches Spiel. Gottseidank haben wir es auch endlich mal gewonnen.

Eigentlich heißt die Vorgabe des Trainers immer „agieren statt reagieren“. Wie ungewohnt ist es da, den Gegner erstmal kommen zu lassen?

Das stimmt, normalerweise haben wir immer komplett Pressing gespielt. Aber wenn man das System ein bisschen umstellt und dabei vier Mal zu Null spielt, dann spricht das für eine gute Ordnung. Und dann ist diese Taktik auf jeden Fall auch eine gute Alternative. Gegen Fürth hat es auf jeden Fall super funktioniert – das zählt!

Defensiv hat der VfL Bochum zuletzt tatsächlich wenig anbrennen lassen. Muss das Augenmerk jetzt noch mehr der Offensivleistung gelten?
Fakt ist: Wenn du vier Mal zu Null spielst, ist das sehr gut. Eine stabile Defensive ist ganz wichtig im Fußball, das sieht man immer wieder. Nach vorne bekommen wir immer unsere Chancen. Gegen Fürth haben wir eine genutzt, aber wir hatten auch noch mehr Kontermöglichkeiten. Das müssen wir weiter trainieren, damit wir in solchen Situationen ruhiger bleiben und solche Konter noch besser ausspielen.

Das nächste Spiel muss der VfL Bochum am Sonntag (23.4., 13.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig bestreiten.
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