Viktoria Bochum und Ev. Stiftung Overdyck nutzen Fußball zur Integration junger Flüchtlinge

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Das Training findet am Lohring 22 statt.
Bochum: DJK Viktoria Bochum |

Schauspieler Armin Rohde unterstützt die Idee: „Das Gefühl vermitteln, willkommen zu sein“

Wie sehr Fußball verbindet und Grenzen überwindet, erleben dieser Tage DJK Viktoria Bochum und die Ev. Stiftung Overdyck. Ihr Wunsch, eine Jugendmannschaft für Flüchtlinge und andere Interessierte zu etablieren, hat sich blitzschnell erfüllt.

In den Overdyck-Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge leben derzeit hauptsächlich junge Menschen aus West- und Nordafrika, deren Leidenschaft das Kicken ist. „,Fußball‘ ist ein deutsches Wort, das die meisten mit als erstes beherrschen“, sagt Agnes Polaczek, Leiterin der Gruppe Kassiopeia.

Um die Flüchtlinge mit deutschen Jugendlichen zusammenzubringen und ihnen die Gelegenheit zu geben, irgendwann am Ligabetrieb teilzunehmen, sich mit Gleichaltrigen zu messen und sich weiterzuentwickeln, hat sich Wolfgang Havranek mächtig ins Zeug gelegt. Viktorias 1. Vorsitzender will eine A-Jugend ins Leben rufen, die für 14- bis 18-Jährige offen ist.

Nach einigen Wochen Suche fand er mit einem Team um den Journalisten Florian Bickmeyer mehrere Trainer, die das Fußballwissen, aber besonders die nötige Gelassenheit und Lust an multikulturellem Sport mitbringen. Mittwochs und freitags trainiert die Truppe künftig am Lohring 22. Schon bei den ersten Einheiten ging es laut und fröhlich zu. „Wir wollen keine Bundesligaprofis ausbilden, es dreht sich um Spaß und Integration“, betont Havranek.

Rückendeckung bekommt die Idee von Schauspieler Armin Rohde. „Ich finde es großartig, dass Viktoria Bochum Menschen, die entwurzelt und ihrer Heimat beraubt hier in Deutschland ankommen, das Gefühl vermittelt, willkommen zu sein", sagt der Bochumer.

Der Verein sucht jetzt noch ehrenamtliche Helfer, die die neue Fußballmannschaft unterstützen möchten – sei es durch Fahrdienste bei Auswärtsspielen oder gespendete Fußballschuhe: Zwei Paar steuerten Mitarbeitende der Diakonie Ruhr zum Start bei.
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