Orkan über Bottrop

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Vor dem Saalbau fällt ein Baum in einen anderen und ein At fällt auf die Straße. Fotos: Heuer
"Friederike" entwurzelt Bäume und und kegelt mit Mülltonnen

Mit Windgeschwindigkeiten bis über 100 Stundenkilometern erreicht am Donnerstag "Friederike", vom Sturmtief auf Orkan hochgestuft, gegen 10.15 Uhr das Stadtgebiet Bottrop.

Von Dirk-R. Heuer

Bereits wenige Minuten später rücken die ersten Kräfte der Feuerwehr aus. Entwurzelte Bäume, abgebrochene Äste oder beides wie vor dem Saalbau, beschäftigen die Feuerwehr überall im Stadtgebiet. Insgesamt sind 137 Feuerwehrleute im Einsatz. Zusätzlich unterstützt sie das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Fahrzeug bei der Beseitigung der Schäden. Auch über 20 Mitarbeiter des Grünflächenamtes sind im Einsatz, 20 weitere stehen auf Zuruf bereit.
Behindert werden die Einsatzkräfte durch Äste und Bäume auf den Straßen. "Unter anderem lagen Bäume oder Äste, die auch uns behindert haben, auf der Essener Straße, Oberhausener Straße, Gahlener Straße und Feldhausener Straße. Dort kam erschwerend hinzu, dass der Baum zusätzlich noch auf einer Stromleitung lag", sagt Christoph Lang, Pressesprecher der Bottroper Feuerwehr am Nachmittag. An der Feldhausener Straße krachte ein weiterer Baum auf das Dach eines Hauses. Am Repeler Weg fällt ebenfalls ein Baum auf eine Stromleitung. Die Münsterstraße musste auf Höhe "In der Miere" auf Grund von zahlreichen Gefahrenbäumen voll gesperrt werden.
"Überall im Stadtgebiet fielen Dachpfanne auf die Straßen", fährt Lang fort. Seine Kollegen sichern während des gesamten Tages auch viele gelockerte Dachpfannen.
Über 150 Einsätze verzeichnet die Einsatzleitstelle allein bis 17 Uhr. Da ist "Friederike" schon lange weiter gezogen. "Nein, es gab keine Schwerpunkte. Es hat alle Bottroper gleichermaßen getroffen", so der Feuerwehrmann. Überall kegelt der Orkan Mülltonnen und alles, was nicht fest verankert ist, durch die Gegend. "Gott sei Dank sind Menschen nicht zu Schaden gekommen", sagt Lang.
Die überwiegende Mehrheit der Bottroper hält sich an die Vorsichtsmaßnahmen und bleibt in den Wohnungen. In der Innenstadt sind die Geschäfte sind weitgehend leer. Überall stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung.
Wegen der erheblichen Gefahren sperrt der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb alle Sportplätze im Stadtgebiet. Die Mitarbeiter bitten darum, mögliche Sturmschäden auf den Sportplätzen zu dokumentieren und zeitnah beim BSBB zu melden. dh "Mülltonnenkegeln" ist überall im Stadtgebiet angesagt - aber auch Dachpfannen wirbelt "Friederike" von zahlreichen Dächern.
Die Deutsche Bahn stellt ihren Verkehr bereits frühzeitig ein. "Der Bahnverkehr kann heute in NRW nicht mehr aufgenommen werden. Auch für morgen rechnet die Deutsche Bahn mit deutlichen Einschränkungen", heißt es gegen 16 Uhr in einer Mitteilung der Bahn.

Weitere Bilder sind unter  http://www.presseportal.de/blaulicht/nr/115891 zu finden.
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