Deininghausen: Der nächste Investor

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442 Mietwohnungen in Deininghausen wechseln bald wieder den Besitzer.

Gagfah statt Corestate: 442 Mietwohnungen in Deininghausen wechseln zum Jahresende wieder den Besitzer. „Corestate hatte einen Weiterverkauf immer angekündigt. Aber es passiert eher als erwartet“, sagt Dr. Tobias Scholz vom Mieterverein Dortmund. Das Gastspiel des Finanzinvestors Corestate dauerte rund anderthalb Jahre.

Laut Mieterverein verkauft Corestate ruhrgebietsweit insgesamt 4.960 Wohnungen. „Es war klar, dass die Bestände veräußert werden, sobald sich der Wohnungsbestand mit Gewinn weiterverkaufen lässt“, so Scholz.

Der neue Besitzer, die „Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten" (Gagfah) ist ein börsennotiertes Wohnungsunternehmen aus Luxemburg. Auf Stadtanzeiger-Anfrage bestätigte Gagfah-Sprecherin Bettina Benner, dass man ein großes Portfolio von Corestate, darunter auch Wohnungen in Castrop-Rauxel, erworben habe. Der Bestand werde am 31. Dezember wirtschaftlich zu Gagfah übergehen.

Zu Detailfragen wolle man sich noch nicht äußern. Zunächst sollen Gespräche mit Mietern, Politik und Mieterverein geführt werden. Mit Letztgenanntem wurde für Mitte November ein Gesprächstermin vereinbart. „Dabei werden wir besonders die Probleme in Siedlungen, etwa Westerfilde und Deininghausen, ansprechen, aber auch übergreifende Themen wie fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen und Mieterhöhungen in Verantwortung von Corestate bzw. den Voreigentümern ansprechen“, so Tobias Scholz.

Dass mit der Übernahme auch ein Wechsel in der Wohnungsverwaltung einhergeht, gilt als wahrscheinlich. „Bis die Mieter eine andere Nachricht erhalten, bleibt jedoch die jetzige Hausverwaltung Capera der Ansprechpartner“, erklärt Scholz.

Wie es indes mit den begonnenen Instandsetzungsarbeiten weitergeht, ist offen. „Die Dacharbeiten an der Erfurter Straße werden bis Mitte November abgeschlossen sein“, hatte ein Corestate-Sprecher am 21. Oktober auf Stadtanzeiger-Anfrage mitgeteilt. „Offensichtlich ruhen die Arbeiten. Seit 14 Tagen sind dort jedenfalls keine Arbeiter mehr zu sehen“, sagt Wolfgang George, langjähriger Mieter in Deininghausen. „Wir tappen hier im Dunkeln und werden veräppelt.“
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