Gelsenwasser weiter auf der Suche nach Ursache für Bakterien

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Bakterien wurden im Trinkwasser an der Schulstraße entdeckt. (Foto: Thiele)

Wie berichtet, sind im Trinkwasser an der Schulstraße Bakterien aufgetreten. Einige Anwohner der Schulstraße und des Eichenwegs werden daher zurzeit über eine Ersatzwasserleitung versorgt. Mittlerweile habe sich der Verdacht erhärtet, dass die Bakterien bei der Erneuerung der Trinkwasserleitung in diesem Sommer eingetragen worden seien, erklärt Gelsenwasser-Sprecherin Heidrun Becker. Die kompletten Untersuchungen zur Ursache der Verunreinigung werden voraussichtlich Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein.

Bei dem gefundenen Bakterium handelt es sich um Pseudomonas aeruginosa. „Das ist ein Bakterium, das überall in der Umwelt vorkommt, zum Beispiel in Pfützen und Flüssen“, so Becker. Für gesunde Menschen sei es nicht gefährlich, Menschen mit schlechtem Gesundheitszustand könnten dadurch jedoch eventuell beeinträchtigt werden.
Allerdings würde Gelsenwasser unabhängig von der Art des Bakteriums Maßnahmen zur Ursachenforschung und -behebung ergreifen, betont Becker, denn „Trinkwasser muss einwandfrei sein“.
Auf der Suche nach der Ursache hat Gelsenwasser an der Schulstraße bisher zwei Hydranten ausgebaut, Spülstellen eingerichtet und einige Rohrverbindungsstellen ausgetauscht. Zu Beginn dieser Woche wurden außerdem zwei sogenannte Kopflöcher erstellt – Baugruben, von denen aus das betroffene Leitungsstück komplett vom Strang getrennt wird. „Daneben werden immer weiter Proben genommen“, sagt Heidrun Becker. Beim letzten Mal seien immer noch leichte Beeinträchtigungen durch Pseudomonas aeruginosa festgestellt worden.
Daher wird die Trinkwasserversorgung der Anwohner über die Ersatzleitung zunächst aufrechterhalten. „Es werden drei Wiederholungsproben ohne Befund abgewartet, bevor das normale Leitungsstück wieder in Betrieb geht“, so Heidrun Becker.
Mangelnde Informationen über den Bakterienbefall des Trinkwassers beklagen die Grünen. Bert Wagener, Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Umweltausschusses, fordert daher eine umfassende Stellungnahme des Wasserversorgers während der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag (11. November). Die Gelsenwasser AG hat bereits zugesagt, dass sie dann über die Situation an der Schul­straße informieren wird.
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