Wohnprojekt in der Harkortschule geplant

Anzeige
Generationenübergreifendes Wohnen soll in der ehemaligen Harkortschule entstehen.
 
Rudi Bork (l.), Pastor der christlichen Gemeinde Go-In, und Ralf Sprave, Inhaber der Ambulanten Pflege Sprave, planen das generationenübergreifende Wohnprojekt in der ehemaligen Harkortschule.

Ein generationenübergreifendes Wohnprojekt planen Ralf Sprave, Inhaber der Ambulanten Pflege Sprave, und Rudi Bork, Pastor der christlichen Gemeinde Go-In in Merklinde, in der ehemaligen Harkortschule. Auf Initiative von CDU-Chef Michael Breilmann stellten die Initiatoren das Projekt CDU- und FWI-Mitgliedern am Dienstag (27. Januar) vor Ort vor.

24 bis 26 Eigentumswohnungen mit einer Größe von je 60 bis 150 Quadratmetern sollen in den beiden Gebäudekomplexen entstehen. Hinzu komme eine Demenzwohngruppe mit einer 300 Quadratmeter großen allgemeinen Fläche sowie zwölf Apartments für die Bewohner, so Bork.
Das Wohnprojekt mit einer Gesamtwohn- und -nutzfläche von 5.300 Quadratmetern solle mit dem Begriff „Servicewohnen“ überschrieben werden, erläuterte Sprave. So wolle man eine Tagespflege etablieren, und auch eine Physio- oder Ergotherapiepraxis sei geplant. „Außerdem tauschen wir uns mit einem Gerontologen aus, der sich vorstellen kann, eine Praxis zu eröffnen“, so Sprave. Daneben solle es im Foyer einen Concierge geben, der den Bewohnern für ihre Anliegen als Ansprechpartner zur Verfügung steht.
Bei ihrer Planung legen die Initiatoren großen Wert darauf, „dass der Wohnraum preiswert und für jeden erschwinglich bleibt“, erläuterte Bork. Unter dem Motto „Beieinander und füreinander wohnen“ sollen Alt und Jung sowie Singles, Ehepaare und Familien in der ehemaligen Harkortschule ein barrierefreies Zuhause finden.

Gebäude sollen entkernt werden

Um diese Pläne umzusetzen, sollen das Schulgebäude und die Turnhalle von außen erhalten und innen entkernt werden. Auf „mehrere Millionen“ beziffert Bork die Investitionssumme. Man führe Finanzierungsgespräche mit der Bank und warte auf grünes Licht. Auch mit der Stadt sei man seit knapp anderthalb Jahren im Gespräch. Letzte Verhandlungen mit den Entscheidungsträgern stünden noch aus. „Der Ball liegt bei der Stadt“, so Bork.
Die Initiatoren hoffen auf einen Baubeginn im Frühjahr oder Sommer. Baurechtlich sei bereits alles geklärt, und laut Auskunft der Architekten würde der Umbau etwa zwei Jahre dauern.
„Es ging uns darum, konkret mit den Initiatoren zu sprechen und uns über das Projekt zu informieren“, erklärte Michael Breilmann den Grund für den Ortstermin. „Wir bedauern sehr, dass die Schule nicht mehr existiert, aber es muss weitergehen, und wir interessieren uns dafür, was passiert“, ergänzte Dieter Gyurcsek, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Merklinde.
60 bis 70 Personen könnten in der ehemaligen Harkortschule wohnen. „Das belebt den Stadtteil enorm“, sagte Sprave und erntete Zustimmung von den anwesenden Lokalpolitikern.

Umbau der der Turnhalle vorgesehen

Als Wermutstropfen könnte sich jedoch der geplante Umbau der Turnhalle erweisen. Denn wie einige CDU-Mitglieder anmerkten, werde die Halle noch von mehreren Sportgruppen genutzt. Breilmann regte daher an, festzustellen, welche Gruppen dies seien, und „einen breiten, transparenten Prozess anzustoßen, um die Nutzer einzubinden und eine Lösung zu finden“. Bork gab sich zuversichtlich, dass zumindest Gymnastikgruppen ihren Sport stattdessen in der geplanten Ergotherapiepraxis ausüben könnten.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.