Sanierungsstau ist noch nicht aufgelöst: Gutachter sind weiter im Rathaus unterwegs

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Seit September 2014 ist bekannt, dass insgesamt 31 Millionen Euro nötig sind, um den Komplex Stadtmittelpunkt mit Rathaus, Tiefgarage, Stadthalle und Europahalle zu sanieren. Um verschiedene Lösungsvarianten zu prüfen, sind seit November 2015 Gutachter im Rathaus unterwegs. Doch das Ergebnis der Prüfung, das bis Ende 2016 vorliegen sollte, verzögert sich.

„Wir brauchen auf jeden Fall noch das erste Quartal“, erklärt Bürgermeister Rajko Kravanja auf Stadtanzeiger-Nachfrage, wie lange die Prüfung noch andauere. Mit einem Ergebnis sei im zweiten Quartal dieses Jahres zu rechnen, so dass sich dann der interfraktionelle Lenkungskreis damit beschäftigen könne.
Ende 2016 hätten Stadtverwaltung und Gutachter während ihrer bisher letzten gemeinsamen Sitzung beschlossen, die Überprüfung zu verlängern und auf beiden Seiten noch nachzuarbeiten. „Wir haben gemerkt, dass noch Informationen fehlen“, so Kravanja. Die Ursache dafür, liege unter anderem darin, dass eine Wirtschaftlichkeitsanalyse, wie sie die Gutachter anfertigten, nicht immer mit dem städtischen Haushalt zusammenpasse.
Die fehlenden Informationen beträfen zum Beispiel genauere Details darüber, welche Teile innerhalb des Komplexes Stadtmittelpunkt eventuell noch nicht abgeschrieben seien. Eine weitere zu klärende Frage beziehe sich auf mögliche Fördermittel – ein Punkt, nach dem sich auch die Politik erkundigen würde. „Wäre zum Beispiel eine energetische Sanierung förderfähig?“, gibt Kravanja ein Beispiel.

Drei Varianten in der Diskussion

Zur Zukunft des Stadtmittelpunkts stehen nach wie vor drei Varianten, die die Gutachter auf ihre Realisierungsmöglichkeiten hin überprüfen, zur Diskussion. Als „Durchwurschteln“ bezeichnet Kravanja die erste. Hierbei würde immer etwas instandgesetzt, wenn Geld vorhanden sei. Variante zwei sieht eine Generalsanierung des Komplexes vor, während die dritte Variante Abriss und Neubau des Rathauses und der Veranstaltungshallen umfasst.
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Horst Schwarz aus Castrop-Rauxel | 08.02.2017 | 18:30  
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