Hacker buchten fast 10.000 Euro ab

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Vorsicht ist beim Online-Banking geboten.

Das Tageslimit sei überschritten, lautete die Auskunft auf dem Computerbildschirm, als Katrin Lasser für das Frauenhaus per TAN-Generator eine Online-Buchung vornehmen wollte. Als sie sich daraufhin bei der Bank erkundigte, hieß es, dass ein Hacker fast 10.000 Euro abgebucht habe.

Im Nachhinein erinnert sich die Leiterin des Frauenhauses daran, dass nach dem Einloggen ein Sicherheits-Update startete. „Dann lief eine Uhr, bevor es hieß, dass der Computer sicher sei und ich mit der Buchung fortfahren könne.“
Das abgebuchte Geld konnte mittlerweile glücklicherweise zurücküberwiesen werden. Außerdem untersucht zurzeit ein IT-Experte der Polizei den Computer des Frauenhauses, nachdem Katrin Lasser Anzeige erstattet hat.
„Von dieser Art Betrug hatten wir noch keinen einzigen Fall“, sagt Susanne Voss, Leiterin der Verbraucherzentrale Castrop-Rauxel, auf Stadtanzeiger-Nachfrage. „Bei solch einem Sicherheits-Update muss aber die ‚rote Lampe‘ angehen. Immer wenn Hinweise mitten in einem Vorgang kommen, sollte man stutzig werden.“
Dies bestätigt Markus Feck, Finanzjurist bei der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Außerdem sei beim Online-Banking ein aktuelles Anti-Viren-Programm ein absolutes Muss. „Wenn man es nicht hat, kann das als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden, so dass man auf dem Schaden sitzen bleibt.“
Bislang sei der Verbraucherzentrale nicht bekannt, dass je ein TAN-Generator geknackt worden sei, so
Feck. Für einen Betrug müsse vorab eine Datenabfrage erfolgen, zum Beispiel durch eine Phishing-Mail. Eine andere Möglichkeit sei, per E-Mail einen Trojaner auf dem Rechner des Online-Bankkunden zu installieren. Damit könnten Betrüger versuchen, im Moment der Eingabe der TAN die Nummer abzufangen.
Der Finanzjurist warnt, nie außerhalb des üblichen Buchungsvorgangs die Transaktionsnummer (TAN) einzugeben. „Wenn etwas nicht in Ordnung erscheint, sollte man den Vorgang sofort abbrechen und im Zweifel bei der Bank anrufen.“
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