Thailändische Zwergstreifenhörnchen

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Thailändische Zwergstreifenhörnchen (Tamiops maccellandi), auch als Himalaya-Zwerghörnchen bezeichnet (Foto: Manuela und Andreas Butzek)

Flinke Kletterkünstler mit Hang zur Geselligkeit


Sie sind klein, süß, haben große Kulleraugen und können flink von Ast zu Ast durch das Nagergehege turnen: Thailändische Zwergstreifenhörnchen (Tamiops maccellandi), auch als Himalaya-Zwerghörnchen bezeichnet, sind tagaktive Tiere und deshalb für Jugendliche und Erwachsene geeignet, die tagsüber Zeit für die Hörnchen haben. „Thailändische Zwergstreifenhörnchen sind nicht sofort zutraulich wie beispielsweise Laufratten“, erklärt Engelbert Kötter, Fachjournalist für Heimtiere. „Sie müssen erst in ihrem neuen Heim und Gehege ankommen.“ Nach einer Eingewöhnungszeit akzeptieren sie die Nähe des Menschen, so der Experte.
„Anders als andere Streifenhörnchen-Gattungen (aus der Gruppe der Erdhörnchen) zählen die Thailändischen Zwergstreifenhörnchen zu den sogenannten Baumhörnchen. Natürlicherweise verbringen sie die meiste Zeit weit umher streifend im Geäst von Gehölzen. Diesen natürlichen Lebensbedingungen der Tiere muss auch bei ihrer Pflege in menschlicher Obhut zwingend Rechnung getragen werden“, betont Kötter. Die Kleinsäuger brauchen also viel Platz und die Volierengröße sollte entsprechend großzügig geplant werden. Als „Spielerei“ kann man zusätzlich einen Laufteller anbieten.

Thailändische Zwergstreifenhörnchen sind eher friedfertige Tiere, die sich meist gut mit Artgenossen vergesellschaften lassen – paarweise oder in einer kleinen Gruppe. Und das sollte man den Tieren zuliebe auch tun, denn die sozialen Gruppentiere würden in Einzelhaltung vereinsamen. Dabei spielt es für die Sozialverträglichkeit keine Rolle, ob die Tiere gleich- oder verschiedengeschlechtlich sind.

„Sinnvoll ist überdies eine Freilandhaltung, während der frostfreien Zeit im Sommerhalbjahr, um die Tiere in den Genuss gesundheitsförderlicher (UV-)Lichteinstrahlung kommen zu lassen“, empfiehlt Kötter. „Als Faustmaß für ein Gehege im Freien gilt ca. drei Meter Länge, zwei Meter Tiefe und drei Meter Höhe“, sagt Kötter. Für die Innenhaltung sollte eine entsprechende UV-Lampe installiert sein, um das natürliche Licht so gut wie möglich zu ersetzen. Zugluft sollte in jedem Fall vermieden werden, damit die Tiere nicht erkranken.

Kötter betont außerdem: „‘Tamiops’ sind Mischköstler und können nicht allein pflanzlich ernährt werden!“ Damit die Tiere etwas „Fleisch“ bekommen empfehlt der Experte Mehlwürmer und Futterinsekten aus dem Zoofachhandel.

Thailändische Zwergstreifenhörnchen sind züchterisch noch wenig beeinflusste Nager und zeigen daher ein faszinierendes, weitgehend natürliches Verhalten, wenn sie neben allen anderen artgerechten Haltungsbedingungen ausreichend Platz haben. Sie halten keine Winterruhe, sodass man sich ganzjährig mit ihnen beschäftigen kann. Seriöse Züchter findet man in Fachzeitschriften für Kleinsäugetiere.
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Andrea Weyand aus Dinslaken | 16.11.2015 | 11:51  
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