Friedensdorf „Nachzügler“ kehren zurück nach Hause

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Für acht Kinder ging es am Dienstag zurück nach Hause.
16 gespannte Kinderaugen blickten ungeduldig in die Kamera. Die Busse standen bereit zur Abfahrt, denn für diese Kinder hieß es: „Zurück nach Hause!“. Acht Friedensdorf-Kinder verließen Dienstag in der Früh das Friedensdorf Gelände, ließen einige neu gefundene Freunde zurück, aber auch Krankheiten und Verletzungen, die sie lange genug erdulden mussten. Sie kehrten gesund zurück nach Angola und Gambia.

Vor vier Monaten kam die sechsjährige Maria mit einer Speiseröhrenverätzung aus Gambia nach Deutschland. Endlich ist ihre Behandlung abgeschlossen, die Ärzte gaben ihr vor wenigen Tagen das O.K. für die Heimreise. Die siebenjährige Jesuina aus Angola hingegen hatte kaum Zeit sich an die winterlichen Temperaturen in Deutschland zu gewöhnen. Dafür war ihr Aufenthalt zu kurz. Denn erst am Freitag, den 08. November 2013 landete Jesuina bereits zum zweiten Mal mit einem Charterflugzeug am Düsseldorfer Flughafen. Doch diesmal standen keine schweren Operationen mit vielen Arztgesprächen bevor, sondern eine abschließende Nachbehandlung. Als sie im Mai vergangenen Jahres für ein halbes Jahr nach Deutschland kam, konnte sie anfangs kaum laufen. Eine angeborene Fehlstellung beider Beine hinderte sie nicht nur an ganz normalen Bewegungsabläufen, sondern bedingte auch eine Mangelversorgung des Knochengewebes. Nun ist die Behandlung gänzlich abgeschlossen und obwohl Jesuina schon damals in die Herzen vieler Ehrenamtler und Betreuer geschlossen wurde, überwiegen Gefühle der Freude, das kleine Mädchen unter diesen Umständen nicht mehr im Friedensdorf begrüßen zu müssen.

Eine Woche nach dem 53. Angola-Hilfseinsatz durften nun auch diese acht „Nachzügler“ nach Hause. Eine Mitarbeiterin der angolanischen Friedensdorf-Partnerorganisation „Kimbo Liombembwa“ hatte den Charterflug nach Deutschland begleitet. Mit ihr als Begleiterin konnten so die kleinen Schützlinge jetzt doch noch in diesem Jahr ihre Geschwister und Eltern in die Arme schließen und müssen nicht bis zum nächsten Hilfseinsatz im kommenden Frühjahr warten.
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