Mobilität kennt keinen Ruhestand

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v.l.: Hans-Joachim Kuhlisch (Polizeipräsident Münster), Stefan Richter (Vorstand Westfälische Provinzial VersicherungsAG), Wendela-Beate Vilhjalmsson (Bürgermeisterin der Stadt Münster),Michael Groschek (Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen), Silke Schmidtmann (Leiterin Koordinierungsstelle Westfalen, Zukunftsnetz Mobilität NRW); Prof. Dr. Reinhard Klenke (Regierungspräsident Bezirksregierung Münster), Thomas Marquardt (Md (Foto: Privat)
Münster. Rund 150 Vertreter westfälischer Kommunen sowie Akteure von Initiativen, Verbänden und Unternehmen trafen sich heute in der Bezirksregierung Münster zur Auftaktveranstaltung einer neuen Öffentlichkeitskampagne. „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ richtet sich gezielt an ältere Verkehrsteilnehmer und sensibilisiert für Risiken im Straßenverkehr. Ins Leben gerufen haben das Projekt die Westfälische Provinzial Versicherung und das Zukunftsnetz Mobilität NRW.

Mobil zu bleiben – bis ins hohe Alter – ist eine Lebensqualität, die sich jeder Mensch erhalten möchte. Auch wenn heutige Senioren merklich aktiver sind als in Generationen zuvor, wird die Unfallgefahr vielfach unterschätzt.

Wie brandaktuell das Thema ist, machen die aktuellen Unfallzahlen der Senioren in Nordrhein-Westfalen deutlich. "Es ist wichtig, dass ältere Verkehrsteilnehmer und deren Angehörige über die Risiken im Straßenverkehr informiert und aufgeklärt werden. Gleichzeitig erhoffen wir uns im Dialog mit den Bürgern Anregungen und Hinweise für die Planung der Mobilitätsangebote und Gestaltung der Infrastruktur. Im Alter möglichst lange mobil zu bleiben - dafür braucht auch unsere Verkehrsinfrastruktur eine Verjüngungskur“, so Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Ob mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß - die flexible Nutzung und Verknüpfung mehrerer Verkehrsmittel wird immer wichtiger werden“, sagte Regierungspräsident Professor Reinhard Klenke: „Ein barrierefreier ÖPNV sowie ein intaktes, gut ausgebautes Verkehrsnetz werden dabei ebenso entscheidend sein wie die effektive Nutzung moderner Assistenzsysteme.“

Dass der Faktor Mensch bei allem technischen Fortschritt auch weiterhin maßgebend für die Verkehrssicherheit sein wird, betont Stefan Richter, Vorstandsmitglied der Westfälischen Provinzial Versicherung: „Auch wenn neuere Fahrerassistenzsysteme wie automatische Abstandsregelungen, Notbrems- und Spurhalteassistenten sowie Einparkhilfen das Autofahren bereits heute immer komfortabler und auch sicherer machen, werden noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vergehen, bis selbstfahrende, sogenannte autonome Fahrzeuge uns das Steuern des Autos abnehmen werden und der Traum vom unfallfreien Fahren vielleicht Realität wird."

Mit der Öffentlichkeitskampagne „Mobilität kennt keinen Ruhestand“ werden westfälische Kommunen nun gezielt vom Zukunftsnetz Mobilität NRW und der Westfälischen Provinzial Versicherung in ihrer präventiven Verkehrssicherheitsarbeit für Senioren unterstützt. Umfangreiche Medien, wie eine Fachausstellung und begleitende Broschüren helfen dabei, das eigene Fahrverhalten besser zu beurteilen sowie Wechselwirkungen von Erkrankungen und Unfallrisiken zu erkennen. Die Auftaktveranstaltung informierte kommunale Vertreter deshalb über fachliche Hintergründe und die spätere Nutzung der angebotenen Medien. Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und eine Ausstellung sorgten dabei für ein abwechslungsreiches Programm.

Neben Fachpublikum konnten sich auch interessierte Bürger im Foyer der Bezirksregierung sowie auf dem Domplatz über Gesundheitschecks, Assistenzsysteme und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erkundigen. In einer Modenschau präsentierten Studenten der Hochschule Niederrhein modische und sichtbare Kleidung.
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