Das Herz der Caritas

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Geburtstagskuchen vor der St.-Josephs-Kirche: Pfarrer Ansgar Schocke verteilt gemeinsam mit vielen Helfern besonders gestaltete Muffins an Passanten. (Foto: cpd/Dirk Vogel)
 
Mit Erzbischof Becker feierte die Caritas an der St. Joseph-Kirche, deren Turm seitdem abends beleuchtet ist, den 100. Geburtstag. (Foto: cpd/ Dirk Vogel)
Der Dachverband der Caritas im Erzbistum Paderborn, zu dem das östliche Ruhrgebiet gehört, wurde am 8. Dezember 1915, also vor 100 Jahren, gegründet. Die Gründungsversammlung fand in Dortmund statt, im Pfarrsaal der Gemeinde St. Joseph in der Nordstadt.

Mit Wohnungslosen und Bedürftigen hat der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn in der Kirche St. Joseph sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Paderborns Erzbischof Hans-Josef Becker hieß die fast 200 Bedürftigen willkommen.

In einem Wortgottesdienst zu Beginn der Feier sagte Domkapitular Dr. Thomas Witt, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, Gott schaue besonders auf die Ausgegrenzten, auf die Menschen, für die sich niemand interessiere. „Unser Herz als Caritas schlägt heute hier in St. Joseph“, so Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation fragten wieder viele Menschen nach den Traditionen des christlichen Abendlandes. „Wer dieses christliche Abendland verstehen will, kommt an Themen wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit nicht vorbei“, betonte Lüttig.

Der Dachverband der Caritas in Ost- und Südwestfalen sowie im östlichen Ruhrgebiet war am 8. Dezember 1915 an diesem Ort von 26 katholisch-caritativen Vereinen und Institutionen gegründet worden. Heute sind 209 Träger mit über 56 000 Beschäftigten Mitglieder des Verbandes.

Die meisten Mitarbeiter arbeiten an den 52 Standorten katholischer Krankenhäuser sowie in den 217 Altenheimen. Zu den Mitgliedsträgern zählen auch 23 Orts-und Kreiscaritasverbände sowie als Fachverbände die Caritas- und Vinzenz-Konferenzen, die Sozialdienste katholischer Frauen und Männer, IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit, die Malteser und der Kreuzbund.

Für das „Geburtstags-Festmahl“ war die Kirche St. Joseph ausgeräumt und mit Tischen und Bänken ausgestattet worden. Eingeladen waren Bedürftige und Wohnungslose, die in der Nordstadt von Initiativen wie der Tagesstätte „GastHaus“ oder der Suppenküche „Kana“ versorgt werden.

Die Bewirtung in der St. Josephskirche übernahmen über hundert Helfer aus Caritas-Einrichtungen, aus Kirchengemeinden und Verbänden, insbesondere aus der Geschäftsstelle des Diözesan-Caritasverbandes in Paderborn. Als Gastgeber im Einsatz waren auch Stadtdechant Andreas Coersmeier und der Paderborner Dompropst Joachim Göbel.

Zubereitet wurde die Mahlzeit von der Zentralküche der St. Lukas-Gesellschaft am St. Josefs-Hospital Hörde. Während des Festmahls luden Studierende der Hochschulgemeinde in der Krypta der Kirche zu Liedern und Gebeten ein.

Über den Jubiläumstag hinaus darf sich die Dortmunder St.-Josephs-Gemeinde über ein besonderes Geburtstagsgeschenk des Diözesan-Caritasverbandes freuen: Seit dem 8. Dezember wird der Kirchturm in der Dunkelheit angestrahlt. Eine Kooperation des Diözesan-Caritasverbandes mit der Stadt Dortmund und dem Energieversorger DEW 21 machte dies möglich. Die Licht-Installation greift ein Wort des Bischofs Karl Joseph Schulte vom 8. Dezember 1915 auf: „Auflodern möge die Flamme der Liebe Christi“.
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