Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen

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Die Jekits-Klasse an der Peter-Vischer-Schule im Kreuzviertel. (Foto: Schmitz)
 
Das gemeinsame Musizieren der Kinder steht im Vordergrund (Foto: Schmitz)
Es war eines des wenigen Projekte, die auch nach dem Kulturhauptstadt-Jahr Ruhr.2010 weitergeführt wurden: "Jedem Kind ein Instrument" hieß das Programm, das Kindern im Ruhrgebiet in der Grundschule das Erlernen eines Musikinstruments ermöglichen sollte.

Im vergangenen Jahr wurde JeKi durch KeKits ersetzt: „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen". Das Programm wurde vom Ruhrgebiet auf das gesamte Bundesland NRW ausgeweitet, allerdings bei gleichem Etat. Zehn Millionen Euro ließ sich die mittlerweile abgewählte rot-grüne Koalition das Programm für Grundschulen kosten. Als Konsequenz aus der Erweiterung wurde aus dem vorher vierjährigen Programm ein zweijähriges. Neu hinzugekommen sind die Schwerpunkte Singen und Tanzen.

"Wir wollen nicht klagen", sagt dann auch die Projektleiterin und stellvertretende Schulleiterin der Dortmunder Musikschule, Christine Hartman-Hilter. Immerhin bringt das Projekt Schüler an Instrumente, die die sonst nicht erlernen würden. 70 von rund 80 Dortmunder Grundschulen machen bei den JeKits mit, nur fünf Schulen haben den Schwerpunkt Singen gewählt, gar keine bietet Tanz an.

Im ersten Jahr lernen die Kinder die Instrumente kennen, im zweiten Jahr gehts dann an das ganz praktische Musizieren. Das dritte Jahr, wenn die Kinder dann weitermachen, läuft über die Musikschule, mit einer Ermäßigung von 50 Prozent für die Schüler. Rund ein Drittel der Kinder sind aus Einkommensgründen von den Gebühren befreit, erklärt Christine Hartman-Hilter.

"Nach den Sommerferien müssen wir gucken, wie die Zahlen mit JeKits sind. Das Angebot ist toll, aber wie geht es dann weiter?" fragt sich die Projektleiterin. Immerhin, rund 4000 Kinder wurden im ersten Jahr erreicht, die Hälfte macht danach weiter - "Kinder, die man sonst als Musikschule nicht erreicht hätte", so Hartman-Hilter.

Was bei JeKits herauskommen kann, das kann man unter anderen beim Musikschultag der Dortmunder Musikschule am 25. Juni hören. Rund 500 Kinder stehen dann im Chor auf der Bühne. "Wir gucken immer, dass wir irgendwo Auftrittsmöglichkeiten für die Kinder haben."

Seit 2007 unterrichtet die JeKits-Projektleiterin selbst, derzeit an der Peter-Vischer-Schule im Kreuzviertel.

Infos:

Das JeKi-Projekt gibt es seit 2007, entwickelt wurde es in Bochum

Es finanziert sich allein aus Landesmitteln, die in eine Stiftung fließen

Angeboten wird JeKits in Kooperation von außerschulischen Bildungsinstitutionen wie Musikschulen und den Schulen. Mit dem Programm werden alle Kinder einer JeKits-Schule erreicht

Im Schwerpunkt Instrumente steht der Einstieg in das Instrumentalspiel in der Gruppe im Mittelpunkt

Jedes Kind erhält im ersten Jahr eine Unterrichtsstunde pro Woche im Klassenverband. Der Unterricht findet innerhalb des Stundenplans statt, er ist verpflichtend und kostenfrei

Im zweiten Jahr und ggf. im dritten Übergangsjahr kostet der Unterricht 23 Euro pro Monat

Das Instrument bekommen die Kinder für die Dauer des Projekts leihweise, die beliebtesten Instrumente in Dortmund sind Gitarre, Klavier und Geige, gefolgt von den Blasinstrumenten
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