Wer war Heinrich Schüchtermann?

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Den QR- Code am Schüchtemann Brunnen kann man einscannen. Katharina Hülscher zeigt das mit dem Smartphone. (Foto: Vergangenes verorten)
Sein Denkmal steht am Ostwall, schräg vor dem Alten Museum. Eine prächtiger Brunnen, gekrönt von der Büste des Dortmunder Unternehmers und Philantropen.

Wen die Lebensgeschichte von Heinrich Schüchtermann interessiert, der kann jetzt mit seinem Smartphone auf Spurensuche gehen.

Ein kleiner QR-Code am Denkmal macht es möglich. Ihn muss man mit dem Smartphone und einer geeigneten App einscannen. Im Internet findet man dann über den Code zu einer Seite über Heinrich Schüchtermann, auf der man allerhand über den Unternehmer erfahren kann.

Geboren wurde er 1830 ini Recklinghausen, in bescheidenen Verhältnissen. Nach der Uhrmacherlehre führte sein beruflicher Weg nach London. 1854 eröffnete Schüchtermann einen kleinen Uhrmacherladen in Dortmund.

Seit 1862 war Schüchtermann Vorstandsmitglied in der neu gegründeten Dortmunder Volksbank. Dortmund wuchs aufgrund der Industrialisierung schnell, und Schüchtermann betätigte sich als Grundstücksmakler in den Gründerjahren. Gemeinsam mit dem Ingenieur Carl Josef Kremer gründete Schüchtermann die Maschinenfabrik „Schüchtermann & Kremer“, sie produzierte Anlagen für den Bergbau. In den 1890er Jahre war Schüchtermann der „höchstbesteuererte“ Unternehmer in Dortmund - ein echter Selfmademann.

1890 wurde Schüchtermann in den Stadtrat gewählt, wo er maßgeblich für den Bau der Bau der ersten Straßenbahn mitverantwortlich war. Gemeinsam mit seiner Frau Antoinette Schiller gründete Schüchtermann das Josefinenstift für bedürftige Mädchen und Frauen. Die Stiftung, die die beiden Eheluete 1895 gründeten, existiert noch heute.

Dass alle dieses nun im Internet nachzulesen ist, dafür sorgt das Dortmunder Unternehmen „vergangenes verorten“. Es will die verschüttete und verbaute Vergangenheit der Stadt wieder sichtbar machen und inistalliert dazu am historischen Orten, Gräbern und Denkmalen QR-Codes. Auch am Grab Schüchtermanns auf dem ostfriedhof wurde bereits ein solcher Code angebracht. Weitere Infos gibt es im Internet auf der Homepage des Unternehmens www.vergangenes-verorten.de.
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