Mit Wirtschaftswissen fit fürs Leben

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Die IHK-Schulpreis-Gewinner zur Preisverleihung im Signal Iduna Park. (Foto: IHK)

Junge Menschen wissen zu wenig über die Wirtschaft, lautet ein bekanntes Lamento.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund tut aber etwas dagegen: Sie vergab zum vierten Mal den IHK-Schulpreis Wirtschaftswissen an drei Schulen in der IHK-Region. „Wir unterstützen es sehr gerne, wenn die Schulen jungen Menschen Wirtschaftsbildung vermitteln und sie damit besser aufs Leben vorbereiten“, sagte Udo Dolezych, Präsident der IHK zu Dortmund. Rund 300 Gäste waren zur Verleihung des Preises im Dortmunder Signal Iduna Park gekommen. Ausgezeichnet wurden die Friedensschule Hamm, das Max-Planck-Gymnasium Dortmund und das Ruhrtal-Gymnasium Schwerte. Mit zukunftsweisenden und vorbildlichen Projekten haben sie dazu beigetragen, wirtschaftliche Themen und Zusammenhänge in den Schulalltag zu integrieren.

„Grundlagenwissen über Wirtschaft ist genauso wichtig wie das ABC und das Einmaleins“, sagte Dolezych. Dass sehr vielen Jugendlichen ein grundlegendes Marktverständnis fehlt, zeigen die Studien und Umfragen zu diesem Thema, zum Beispiel die „Jugendstudie 2012 – Wirtschaftsverständnis und Finanzkultur“. Danach können 40 Prozent der Jugendlichen mit dem Begriff „Soziale Marktwirtschaft“ nichts anfangen; 35 Prozent können das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht erklären. Das nicht vorhandene Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge könne auch Schaden anrichten, sagte Dolezych. So führe der falsche Handyvertrag schnell in die Taschengeldpleite – oder der erste Mietvertrag für die eigene Wohnung und der damit verbundene Möbelkauf können zur Schuldenfalle werden.

Wirtschaftswissen gehört daher frühzeitig in die Schule, forderte der IHK-Präsident. Die IHK stehe als Partner bereit, indem sie mit Unternehmern in die Schulen gehe, Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen organisiere und Berufsinformationen sowie Unterrichtshilfen zu wirtschaftlichen Grundfragen ermögliche. Auch das Projekt „Schulticker“ der Ruhr Nachrichten wird von der IHK unterstützt.

Ehrengast der diesjährigen Preisverleihung war der Mittelfeldstratege von Borussia Dortmund, Sebastian Kehl. Er gratulierte den drei Schulen herzlich. Der erste Platz und 3.000 Euro gehen an die Friedensschule in Hamm. Das Preisgeld wird vom Unternehmen des IHK-Präsidenten „Dolezych GmbH & Co. KG“ gestiftet. Die Friedensschule wurde ausgezeichnet für ihr Projekt „Culture Club“. Schülerinnen und Schüler führen den Club in eigener Regie – und lernen dabei unternehmerisches, selbstständiges Denken und Handeln, und sie übernehmen Verantwortung und trainieren Kommunikations- und Teamfähigkeit. Bei der Speisenzubereitung beachten Schülerinnen und Schüler auch länderspezifische Eigenheiten. So vermittelt das Projekt auch interkulturelle Kompetenzen – was bei einem Anteil von fast 50 Prozent Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund nicht unwichtig ist.

Der zweite Platz und das Preisgeld von 1.500 Euro gehen an das Max-Planck-Gymnasium in Dortmund. Dort gibt die Schülerfirma „Student Style“. Schülerinnen und Schülern einen Einblick und die Chance aktiver Mitarbeit in einer Firma mit ihren unterschiedlichen Abteilungen. Von der Geschäftsidee über die Produktion und das Marketing sowie die Preisgestaltung profitieren die Nachwuchs-Unternehmen vom realen Wirtschaftsleben in einem Unternehmen.

Der dritte Platz und 1.000 Euro gehen an das Ruhrtal-Gymnasium in Schwerte für die Schülerfirma „Tütenwunder“: In Anlehnung an die bekannten „Wundertüten“ verkauft die Schülerfirma kleine Geschenktüten mit Überraschungen für Kinder – mit wirtschaftlichem Erfolg. Auch bei diesem Projekt entdecken die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Fähigkeiten für wirtschaftliches Handeln – und werden vielleicht sogar in ihrem Berufsorientierungsprozess positiv beeinflusst.
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