Preis für "Schritt-Weise"

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Monica Kasler und Johanna Smith helfen im Projekt "Schritt-Weise" Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien (Foto: privat)

Die Stadt zeichnet vorbildliche Integrationsprojekte mit dem Integrationspreis aus, nach 2009 und 2011 in diesem Jahr schon zum dritten Mal. Niemand wusste vorher, wer oder welches Projekt den begehrten und mit 5000 Euro dotierten Preis bekommt.

Preisträger in diesem Jahr ist das Diakonie-Projekt "Schritt-Weise".
Eine enorme Anerkennung für das engagierte Projekt, dass sich im Wesentlichen um die Verbesserung der Lebens- und Schulsituation von Kindern osteuropäischer Zuwanderer kümmert und auch für die Diakonie, die voll undganz hinter diesem Projekt steht.

Schritt-Weise ist eines der ersten Projekte in Dortmund mit rumänischer und bulgarischer Sprachkompetenz. Es startete im November 2011 (Ende 12.2014). Das Projekt ist Bestandteil des Integrierten Handlungsprogramms „Soziale Stadt NRW-Dortmund Nordstadt“ und wird durch die EU, den Bund, das Land NRW und die Stadt Dortmund gefördert.

Geplant als Bildungsintegrationsprojekt, entwickelte es sich schnell zu einer Anlaufstelle für Überlebensfragen in Deutschland für Rumänen und Bulgaren. Aus dem Projekt heraus wurden viele Regelungsdefizite in der EU erkennbar. Bestes Beispiel sind die oftmals schwierig zu organisierenden Unterlagen aus den Herkunftsländern für eine Krankenversicherung.  Viele erkannte  Regelungsdefizite im Urkunden-, Melde- und Gesundheitswesen fanden Eingang in das Papier des deutschen Städtetages.

Die Mitarbeiterinnen des Projektes, Monica Kasler und Johanna Smith, haben schnell Zugang zu den Menschen gefunden, vor allem über die gute Kooperation mit der Nordmarkt Grundschule  und durch die Begleitung der Sprechstunden für nicht krankenversicherte Kinder des Gesundheitsamtes. Aktuell werden etwa 100 Familien mit schulpflichtigen Kindern begleitet. Begleitung und weniger Beratung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, da ohne die tatkräftige Unterstützung, die sehr zeitaufwändig ist, viele Dinge bei Behörden nicht zu regeln sind.

Das Diakonische Werk engagiert sich seit 2010 intensiv im Bereich der Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien und gehört sie von Beginn an zur Steuerungsgruppe des Netzwerkes EU zur Armutswanderung  zusammen mit dem Caritas Verband und dem Büro der Sozialdezernentin. Ebenso gehört das Diakonische Werk von Beginn an zum FrEUndesKreis Roma und EU-Neuzuwanderer.

Mit Multiplikatorenfortbildungen zum Thema Roma in Europa mit dem Titel „WAS TUN?!“, die gemeinsam mit der Roma Selbstorganisation Terno Drom, dem Caritas Verband und der RAA durchgeführt wurden, konnten über 250 Multiplikatoren fortgebildet werden.  Hinzu kamen verschiedene kleinere Projekte und die aktive und intensive Mitarbeit in begleitenden Prozessen.
Das Engagement des Diakonischen Werkes und die Arbeit von Schritt-Weise wird  intensiv weiterentwickelt. 

Im Januar  wird eine ökumenische Anlaufstelle für EU-Zuwanderer in der Nordstadt eröffnen. Hierfür wird übrigens noch ein Ladenlokal gesucht. Ferner sind Austauschprojekte mit Rumänien und Bulgarien geplant.
   
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