Allianz für eine "Smart City"

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Bei der Unterzeichnung des Memorandums: Stefan Schreiber, OB Ullrich Sierau, Amr Salem (1. Reihe, v.l.n.r.), Markus Wissmann, Thomas Westphal, Christian Korff, Dr. Bettina Horster, Michaela Bonan (stehend, v.l.). (Foto: Stadt Dortmund/Anja Kador)

„Wir machen Zukunft!“ - unter diesem Motto hat sich im Dezember letzten Jahres die „Allianz Smart City Dortmund“ gegründet.

Über die Zukunftsplattform entwickeln die 65 Teilnehmer aus Wissenschaft und Wirtschaft kooperativ smarte Projekte und erschließen gemeinsam Geschäftsfelder, Technologien und Netzwerke der Zukunft.

Die Zusammenarbeit zur gemeinsamen Qualifizierung von Pilotprojekten wurde nun auch formal bekräftigt. Die Initiatoren der Kooperation, die Stadt Dortmund, die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund (IHK) und der IT-Ausrüster Cisco ein entsprechendes Papier.

Die Unterzeichner planen, die in der Allianz entwickelten Maßnahmen und Pilotprojekte voranzutreiben und umzusetzen. Die Unterzeichnung des "Memorandum of Understanding" (MoU) ist der Startschuss dafür.

„Gemeinsam mit international agierenden Unternehmen wie Cisco, Deutsche Telekom, Siemens, Hitachi, Schneider Electric, innogy, Microsoft, Materna, adesso und vielen mehr wollen wir Dortmund zu einer der ausgewählten Modellstädte „Smart City“ in Deutschland entwickeln. Dabei setzen die Unterstützer der Initiative auf die Einbindung der vielfältigen Unternehmens- und Wissenschaftsexpertise der Mitglieder der „Allianz Smart City Dortmund“, um von existierenden Smart-City-Projekten lernen zu können und konkrete Projektideen für Dortmund entwickeln zu können“, erläutert OB Ullrich Sierau die gemeinsamen Ziele.

Konkrete Projekte werden etwa in den Bereichen Energiemanagement, Mobilität und Logistik, Mensch & Demographischer Wandel, IT-Plattformen und Bürgerservices, Städtische Infrastruktur und Sicherheit angestrebt.

„Die gemeinsamen Anstrengungen der Initiatoren werden dazu führen, dass sich mit Hilfe intelligenter Systeme die Stadt Dortmund zu einem liebens- und lebenswerten sowie leistungsstarken Kraftzentrum entwickeln wird“, beschreibt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber seine Erwartungen. Schreiber ist sich sicher, „dass der innovative Mittelstand, eine exzellente Wissenschaftslandschaft sowie kreative Startups die Treiber des Projekts sein werden“. So rückt Dortmund noch stärker in den Fokus potenzieller Investoren.

„Dortmund und insbesondere der Dortmunder Norden mit dem Projektgebiet ,Nordwärts‘ werden zu einem Innovationslabor für neue Konzepte und Projekte und damit zum Schaufenster smarter Lösungen für die Stadt und für die Region. 65 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen sind bereits in der ,Allianz Smart City Dortmund‘ aktiv, Tendenz steigend“, freut sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau über das große Interesse und den Kooperationswillen.

„Es gibt keine Blaupause für eine Smart City“, ergänzt Christian Korff, Vertriebsdirektor für die Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland. „Smart City ist ein Prozess, der von den Mitgliedern der Allianz und deren Engagement lebt. Diesen Prozess anzustoßen, ist der wichtigste Teil auf dem Weg in eine Smarte Stadt.“

Schon von Beginn an greifen die Partner auf die wissenschaftliche Beratung von Dr. Jan Fritz Rettberg, von der Leitstelle Energiewende Dortmund zurück. „So wird die Verknüpfung und technische Machbarkeit der einzelnen Projekte jederzeit kritisch begleitet“, betont der OB die wichtige Rolle der wissenschaftlichen Einrichtungen im Gesamtprojekt.

Wie geht es konkret weiter? Zur Entwicklung der Pilotprojekte und Kooperationsgemeinschaften wurden bereits themenspezifische Workshops durchgeführt. Ab Ende Juli 2017 erwarten wir die ersten Entscheidungen der Partner, welche Pilotprojekte gemeinsam umgesetzt werden sollen“, so Michaela Bonan, Leiterin der Allianzgeschäftsstelle.

Als „Smart City“, als schlaue Stadt, versteht sich ein stadtweites Computer- und Sensornetz als Plattform für Bürgerdienste, digitale Infrastruktur sowie Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Zu den Funktionen zählen Verkehrsflusserkennung und –steuerung, Überwachung von Infrastrukturen wie Wasserversorgung, anonymisierte Videoüberwachung sowie digitalisierte Bürgerdienste, die Behördengänge sparen.

Eine konkrete Anwendung ist die Beleuchtung von Straßen nach Bedarf: So kann beispielsweise die Beleuchtung gedimmt werden, wenn keine Menschen auf der Straße sind, um Energie zu sparen. Diese smarten Straßenleuchten dienen dann häufig auch als Träger weiterer Sensoren sowie als Zugänge zum stadtweiten Netzwerk.
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