Greenpeace demonstriert in Dortmund gegen Kohlekraftwerke

Dortmund: RWE-Tower | Im Rahmen einer Anti-Kohle-Radtour protestierte Greenpeace Ruhrgebiet an markanten Orten für den konsequenten Ausbau von Erneuerbaren Energien. Etwa 25 Greenpeace-Aktivisten fuhren dazu von Dortmund über Datteln bis nach Herne. Vor dem RWE-Tower in Dortmund, dem rechtswidrig errichteten Eon-Kraftwerk Datteln 4 und dem Steag-Kohlekraftwerk in Herne formulierten die Greenpeace-Aktivisten mit einer kreativen Performance Slogans gegen die Errichtung neuer Kohlekraftwerke und für eine Energiewende, die Erneuerbare Energien konsequent ausbaut und den Atomausstieg nicht zum Preis fortgesetzter Klimazerstörung realisiert.

Greenpeace hat kürzlich einen Vorschlag für ein Kohleausstiegsgesetz vorgelegt. Dieser konkrete Plan zeigt, dass Deutschland bis 2030 aus der Braunkohle und bis 2040 aus der Steinkohle aussteigen kann, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Ein solches Gesetz schafft Planungssicherheit für die Energiewirtschaft und macht die dringend benötigten klimafreundlicheren Gaskraftwerke lohnend, zudem wäre es eine sinnvolle Ergänzung für den Emissionshandel, dessen Effizienz stark gesunken ist.

„Wir fordern, dass die Politik schnellstmöglich alle Rahmenbedingungen schafft, die Energiewende wirklich zu vollziehen, anstatt zu Gunsten von Großkonzernen in unverantwortlicher Weise den Klimaschutz dem Profit opfern. Dazu gehören ein Kohleausstiegsgesetz und der Verzicht auf neue Kohlekraftwerke “, sagt Björn Ahaus, Energie-Experte von Greenpeace Ruhrgebiet.
„Die wahren Preistreiber beim Strompreis sind nicht die Erneuerbaren Energien, sondern die Rohstoffpreise für Öl, Kohle und Gas. Die Energiewende stabilisiert mittelfristig den Strompreis und liegt damit im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher – denn Sonne und Wind schicken keine Rechnung“, ergänzt Ahaus.


Hintergrund-Informationen:
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