Polizeikontrollen in der Nordstadt

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Die Polizei hat ihre Daten ausgewertet. (Foto: Geiß)
Die Dortmunder Polizei hat Schwerpunktkontrollen in der Nordstadt durchgeführt.
Der Schwerpunktdienst der Wache Nord kontrollierte mit Unterstützung von Einsatzhundertschaftsbeamten Personen und Fahrzeuge im gesamten Wachbereich.

Der Fokus der Präsenz- und Kontrollmaßnahmen lag insbesondere im Bereich der
Schützenstraße, im Münsterstraßenviertel und rund um das Dietrich-Keuning-Haus. Kontrolliert wurden auch Cafés und Lokale.

Insgesamt erteilten die Polizeibeamten elf Platzverweise. Zwei Personen wurden wegen eines Haftbefehls und nach einem Taschendiebstahl festgenommen. Bei den festgestellten Delikten und Verstößen handelte es sich überwiegend um Straftaten gegen das Betäubungsmittelgesetz, Eigentumsdelikte und Verkehrsvergehen.

"Wir als Polizei werden zwar die soziale Schieflage, in der sich
Teile der Bevölkerung in der Dortmunder Nordstadt befinden, nicht
ändern, aber wir leisten intensiv unseren Beitrag zur Verbesserung
der Sicherheit in der Nordstadt", so Polizeipräsident Gregor Lange. Er
machte deutlich: "Unsere anhaltenden personal- und zeitintensiven
Maßnahmen zeigen immer deutlicher ihre Wirkung. In Zusammenarbeit mit
den Ordnungspartnern kommen wir durch gemeinsames, hohes Engagement
Stück für Stück voran. Daran werden wir mit langem Atem festhalten."

Eine Bilanz der letzten Monate bestätigte den Aufwärtstrend im Dortmunder Norden: Die Gesamtfallzahlen der Polizeiwache Nord sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai) erneut deutlich im Sinkflug und haben sich noch einmal um 764 Fälle (11,52 Prozent) auf 5244 reduziert. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote noch einmal um 7,89 Prozent angestiegen und erreicht mit 63,98 Prozent ebenfalls einen neuen Spitzenwert der insgesamt letzten fünf Jahre.

Die Gewaltkriminalität ist mit 300 Taten um 52 Fälle (-12,50 Prozent) gesunken, die Aufklärungsquote hier liegt bei 63 Prozent und damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Die Straßenkriminalität, in der auch Raubdelikte verzeichnet sind, liegt mit 412 Fällen (- 21,79 Prozent) weiterhin auf einem Tiefstand seit drei Jahren. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote hier um 4,66 Prozent auf 24,3 Prozent gestiegen.

Ähnlich sieht es bei den folgenden Delikten aus: Taschendiebstahl:
204 Delikte (- 48 Fälle und somit - 12,28 Prozent) bei einer Aufklärungsquote
von 17,65 Prozent (+4,15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Diebstahl in
bzw. aus Kraftfahrzeugen: 370 Delikte (- 340 Fälle und somit - 42,98 Prozent) bei
einer Aufklärungsquote von 21,49 Prozent (+ 10,19 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum). Wohnungseinbruchsdiebstahl: 84 Delikte (- 81 Fälle
und somit - 51,92 Prozent). Hier ist die Aufklärungsquote gesunken, um 6,9 Prozent
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf insgesamt 12,1 Prozent.

Der Anstieg der Fallzahlen bei der Rauschgiftkriminalität um weitere 105 Fälle auf 637 (+ 21,97 Prozent) zeigt die hohe Kontrollaktivität der Polizei in diesem Bereich. Es handelt sich hier um ein sogenanntes Kontrolldelikt: Je mehr polizeiliche Maßnahmen in diesem Bereich getroffen werden können, desto mehr Fälle werden entdeckt und strafrechtlich verfolgt.

Zeitgleich hat es einen Anstieg um 106 Fälle bei den Festnahmen gegeben - das sind durchschnittlich drei am Tag seit Jahresbeginn - ein deutliches Zeichen für den intensiven und lang anhaltenden Kontrolldruck der Polizei.
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