Probleme mit dem Anschluss

In die Stadtbahnwagen, aber auch in die Busflotte wird die DSW in den nächsten Jahren einiges investieren. 26 neue Stadtbahnen sollen angeschafft werden. (Foto: Archiv)

Mit dem öffentlichen Personennahverkehr, so wie er derzeit aussieht, kann man keine Gewinner erzielen, und so ist die DSW21 schon froh, wenn die Verluste kleiner werden. Im vergangenen Jahr ergab sich ein Fehlbetrag von etwa 53 Millionen Euro - im Vergleich zu rund 60 Millionen im Jahr 2013.

„Damit haben wir ein ordentliches Betriebsergebnis erzielt“, konstatiert Verkehrsvorstand Hubert Jung. „In dieser Größenordnung werden wir auf Dauer bleiben.“ Dabei sind die Fahrgastzahle relativ stabil. Insgesamt 136 Millionen Fahrgäste nutzten das Angebot der DSW, und zwar in der Mehrzahl mit Zeitkarten sowie dem Sozialticket. Der Anteil am Verkauf von Einzel- Vierer- und Tagestickets beträgt nur noch 5,8 Prozent.

In den nächsten Jahren wird es Reihe von Investitionen geben. So sollen für die Linien U41, 42, 45, 46 und 47 bis zu 26 neue Stadtbahnen gekauft werden, 64 gebrauchte Wagen sollen modernisiert werden. Die Neukäufe sowie die Modernisierungen sollen aus einer Hand erflogen, Ziel ist es, alle Wagen auf einen Standard zu bringen. Die ungeliebten Bonner Wagen sollen bis zum Ende des Jahrzehnts ausgemustert werden.

Alle Stadtbahnen sollen durch die Moderniseirung eine optimierte Belüftung und großere Sondernutzungsplächen, zum Beispiel für das Abstellen von Kinderwagen, Rollstühlen oder Rollatoren bekommen, die anders als heute von allen Türen aus erreichbar sind. Die ausklappbaren Trittstufen an den Stadtbahnen werden verschwinden. Dafür werden die Haltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße, May-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost die Bahnsteige auf Fahrzeugniveau angehoben.

Auch bei der Busflotte wird sich etwas tun: Ende 2015 werden die letzten Dieselbusse mit gelber Plakette ausgemustert, so dass dann alle 170 DSW-Busse mit einer grünen Plakette unterwegs sind.

Bauchschmerzen machen den Verantwortlichen bei der DSW21 die neue 15-Minuten-Taktung der S-Bahnen im Regionalverkehr. „Der VRR wird das vermutlich so absegnen“, erklärte Hubert Jung. „Das Konzept sieht eine bessere Anbindung an den Bahnverkehr und später an der RRX vor.“

Probleme gibt es aber an den stadtinternen S-Bahn-Haltepunkten, von denen Dortmund immerhin 25 im Stadtgebiet hat. „Die Busse und Bahnenfahren im 20-Minuten-Takt, so dass es hier im ungünstigsten Fall zu Wartezeiten von 18 Minuten kommen kann“, so Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb und Marketing. „Da stellt sich die Frage: Wo bleiben die Kunden, die dann eine längere Fahrzeit als vorher haben?“
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