Westfalenhallen: Chefin soll Planungen vorstellen

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Dortmund: Rathaus | Wie sehen die künftigen Planungen für die Westfalenhallen aus? Die Chefin der Westfalenhallen GmbH, Sabine Loos, soll diese Frage jetzt vor den Dortmunder Politikern beantworten. Sie wird in eine der nächsten Sitzungen des städtischen Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften eingeladen.

Utz Kowalewski (Foto), Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN, freut sich über diese Einladung. Denn der Anstoß zu der Debatte kam von der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN. „Offenbar war unser Hinweis auf den hohen Sanierungsbedarf der Westfalenhallen doch angebracht“, sagt Fraktionsvorsitzender Utz Kowalewski und bezieht sich dabei auf den Rüffel der SPD, die von der Energiekosten-Auflistung der LINKEN & PIRATEN wenig angetan war. „Die Einladung von Frau Loos zeigt doch, dass es auch in anderen Fraktionen Informations- und Diskussionsbedarf gibt“, so Kowalewski.

Kritik, dass seine Fraktion dem beliebten Dortmunder Veranstaltungsort mit einer solchen Diskussion Schaden zufügen könnte, weist er zurück. „Wir haben nichts gegen die Westfalenhallen“, versichert Utz Kowalewski. „Wir möchten lediglich sicherstellen, dass unsere Dortmunder Messe- und Konzerthallen im harten Konkurrenzkampf mit anderen Hallen und Arenen dauerhaft bestehen können. Zudem wollen wir natürlich kein Geld verschleudern. 950.000 Euro an Heizkosten und 1,5 Mio. an Stromkosten allein im Jahr 2013 sind nicht nur teuer, sondern schaden – wie erwähnt – auch der Umwelt. Schließlich entweicht eine Unmenge dieser Energie durch die mangelhafte Isolierung nach draußen.“

„Unsere Fraktion hat deshalb viele Fragen an Frau Loos. Und auch die Öffentlichkeit und die Finanzpolitiker interessiert es doch sicher, welche Sanierungen zu welchem Zeitpunkt geplant sind und mit welchen Kosten sich die Stadt Dortmund an den Investitionen beteiligt“, ergänzt Kowalewski.

Eigentlich muss die Westfalenhallen GmbH die Aufwendungen für Unterhaltung sowie Bautätigkeiten (Sanierung, Um-, Erweiterungs- und Neubau) der Hallen selbst tragen. Die Stadt Dortmund greift ihrem Tochterunternehmen aber jährlich mit einem Investitionskostenzuschuss sowie einem Kapitalzuschuss unter die Arme.

„Wir haben den städtischen Haushalt zwar abgelehnt. Aber die Gründe waren vor allem die massiven Kürzungen und die Grundsteuer-Erhöhung, die – über die Miete – gerade die ärmeren Bevölkerungsschichten belastet. In dieser Hinsicht verfolgen wir eine andere politische Richtung als beispielsweise die SPD. Das heißt aber nicht, dass wir etwas gegen notwendige Sanierungen an und in den Westfalenhallen haben“, sagt Kowalewski und weist den SPD-Vorwurf an der angeblich unseriösen Finanzpolitik der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN entschieden zurück.
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