Angehörige unterstützen

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Die Vereinten Nationen erinnern im Dezember mit einem Tag der Freiwilligen rund um den Globus an das freiwillige Engagement vieler Menschen.
Auch die Lebensqualität in Dortmund wird von der Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer geprägt. Diesen Einsatz hat die Stadt jetzt gewürdigt: Engagierten Gruppen wurden Preise und Urkunden verliehen.
Eine davon ist der ehrenamltiche Begleitservice der Stadt.
Eine Demenzerkrankung trifft die Betroffenen und die pflegenden Angehörigen gleichermaßen. Die Erfahrung zeigt, dass bereits mit beginnender Demenz das Angehörigenumfeld durch geeignete Angebote unterstützt werden kann. Eine inzwischen sich verbreitende Form sind so genannte niedrigschwellige Entlastungsangebote, die auch mit geringen Beiträgen der Pflegeversicherung refinanziert werden können.

Der Fachdienst für Senioren der Stadt hat bereits vor sechs Jahren damit begonnen, mit freiwilligen Kräften entsprechende Angebote aufzubauen. Im Kern sind zwei Dienste zur Entlastung der pflegenden Angehörigen für Menschen mit Demenz entstanden: Die Betreuungsgruppen und der häusliche Entlastungsdienst. In allen städt. Begegnungszentren kommen wöchentlich Demenzkranke zusammen, um die sich freiwillige Helfer in Begleitung einer Pflegefachkraft einfühlsam kümmern. Ein wiederkehrender Ablauf in den Gruppen, der sich an den Bedürfnissen, Gefühlen und Fähigkeiten der Demenzkranken orientiert, gibt Sicherheit, Geborgenheit und ein Stück Lebensfreude.

Stadtweit koordiniert der Fachdienst für Senioren Einsätze in Haushalten von Demenzkranken, die sich nicht mehr in eine Gruppe trauen, aber zu Hause mit Personen des Vertrauens Zeit verbringen. In den Haushalten sind die freiwilligen Kräfte stundenweise präsent, um mit viel Einfühlungsvermögen bei den Demenzkranken zu sein.
Hauswirtschaftliche Tätigkeiten oder Pflege gehören ausdrücklich nicht dazu. Im Mittelpunkt steht der zwischenmenschliche Kontakt. Die pflegenden Angehörigen können in dieser Zeit mit gutem Gewissen ihren Tätigkeiten nachgehen oder einfach mal „durchatmen“

Beide Angebote haben zum Ziel, den pflegenden Angehörigen „Zeit zu schenken“, damit sie die schwere Lebenssituation länger aushalten.
Der Fachdienst koordiniert diese Angebote mit ehrenamtliche Helfern. Insgesamt betreuen wir zurzeit rund 150 Haushalte, in denen 120 freiwillige Kräfte tagtäglich im Einsatz sind. Zusätzlich kümmern sich in den Betreuungsgruppen 30 ehrenamtliche Kräfte um 40 Demenzkranke.
Die Helfer werden von hauptamtlichen Mitarbeitern fachlich begleitet und erhalten regelmäßig die Gelegenheit von Reflexionsgesprächen und speziellen Fortbildungen. Um für die nicht immer leichten Einsätze gerüstet zu sein, absolvieren die Ehrenamtlichen eine 30-stündige Basisschulung. Hier werden neben den verschiedenen Krankheitsbildern auch Beschäftigungs- und Kommunikationsmöglichkeiten vermittelt.

In Zusammenarbeit mit dem Demenz-Servicezentrum werden zweimal jährlich Fortbildungen für die Ehrenamtlichen angeboten. Hier sind nicht nur Beschäftigung und Kommunikation (aufbauend auf die Basisschulung) ein Thema, sondern auch „Selbstpflege“, Trauerbewältigung und Bindung zu den Erkrankten.
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