Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

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Astrid Neese von der Arbeitsagentur will Flüchtlingen den Berufseinstieg erleichtern. (Foto: Archiv)
Mit Hilfe eines neuen Projektansatzes will die Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Stadt und weiteren Netzwerkpartnern die Potenziale von Flüchtlingen besser erkennen, sie auf den Arbeitsmarkt vorbereiten und schneller integrieren.

„Die gute Integration von schutzsuchenden Flüchtlingen hängt eng damit zusammen, dass sie auf dem hiesigen Arbeitsmarkt Fuß fassen. Viele Menschen, die zu uns kommen, bringen berufliche Qualifikationen mit, die diese Integration erleichtern können und die gleichzeitig auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass diese Potenziale frühzeitig erkannt werden“, betont Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Dortmund.

Seit März setzt die Arbeitsagentur den Projektansatz „Early Intervention NRW+“ um, der unter anderem ein besonderes Beratungsangebot durch einen eigens eingestellten Vermittlungsspezialisten beinhaltet. Die Stadt mit ihren verschiedenen Ämtern sowie weitere Netzwerkpartner unterstützen den Ansatz.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner unterstreicht: „Der Arbeitsmarkt ist ein wesentlicher Integrationsmotor. Wir müssen die gesetzlichen Änderungen und die daraus erwachsenen Möglichkeiten dafür nutzen, ihn anzuwerfen“. Im Rahmen des Bleiberechtsnetzwerks hat auch die EWEDO GmbH als Integrationsträger langjährige Erfahrungen mit Flüchtlingen gesammelt: „Die Integration von Flüchtlingen in Bildung, Ausbildung und Beschäftigung ist möglich und sinnvoll. Sie bedarf allerdings einer sorgfältigen Einzelfallarbeit und der intensiven Zusammenarbeit aller Akteure.

Gemeint sind die betreffenden Verwaltungen, Trägernetzwerke und Betriebe, bzw. Kammern und das Ehrenamt“, so Detlev Becker, Geschäftsführer der EWEDO GmbH.
Bei der Agentur für Arbeit ist Abdoulaye Amadou Nassamou seit Mitte März als „Talentscout“ im Einsatz. Er bietet Sprechstunden im „Projekt Deutsch Lernen“ in der Münsterstraße sowie in den Flüchtlingsunterkünften an und betreut Flüchtlinge mit einer beruflichen Qualifikation und einer positiven Bleiberechtsperspektive, wie sie etwa für die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan, Irak, Eritrea und Somalia vorliegt. Außerdem hilft er bei Anerkennungsverfahren und unterstützt durch Qualifizierungsangebote, Praktika und Vermittlungsvorschläge.

In Dortmund werden sich in Kürze gemeinsam mit Abdoulaye Amadou Nassamou zwei weitere Vermittler um Flüchtlinge kümmern können.
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Ivana Nochi aus Dortmund-City | 18.06.2015 | 11:24  
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