Grüne: Allee-Charakter beim B1-Ausbau erhalten und hohe Lärmschutzwände verhindern

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Der Westfalendamm im Blick nach Osten von der Brücke an der Stadtkrone Ost aus betrachtet, zeigt deutlich den hier noch vorhandenen Allee-Charakter der Bundesstraße 1. (Foto: Günther Schmitz)
Dortmund: Westfalendamm östlich B236 |

Vorrangige Ziele beim geplanten Ausbau der Bundesstraße 1 zur Autobahn A 40 im Dortmunder Osten seien, den Allee-Charakter zu erhalten und unnötig hohe Lärmschutzwände zu verhindern. So unterstützen die Grünen im Rat die Kritik der Initiative „B1/A40 für Dortmund+“ am Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg für den B1-Abschnitt zwischen B236 und Autobahnkreuz Unna.

Ingrid Reuter, Fraktionssprecherin der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Stadtgestaltung und Wohnen merkt dazu an: „Anscheinend hat sich trotz der massiven Bedenken von Anwohner/innen, der Bezirksvertretung Aplerbeck und der Stadt im Rahmen der Planfeststellung nichts an den bisherigen Plänen zum Ausbau der B1 zur A40 geändert." Es sei vollkommen unverständlich, warum die Bezirksregierung die Einwände nicht berücksichtigt habe, ergänzt Reuter.

Die Fraktionssprecherin ergänzt: "Denn nicht nur, dass mit den bisherigen Plänen das östliche, grüne Eingangstor zur Stadt hinter hohen Lärmschutzwänden verschwinden würde. Nach dem Fällen vieler Bäume für die unterirdische Verlegung der Stadtbahn Richtung Aplerbeck würden an dieser Stelle auch weitere Bäume der B1-Allee dem Ausbau zum Opfer fallen. Das wollen wir nicht. Denn gerade an der B1 sind die Baumreihen an beiden Seiten der Stadtautobahn sowohl für das Klima, als auch für die Anwohner/innen als Luftreiniger sowie Lärm- sowie Sichtschutz von besonderer Bedeutung."

Reuter erinnert daran, dass das auch die Gutachter im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens bestätigt haben: "Im Luftschadstoffgutachten kommen sie zu dem Ergebnis, dass mit den bisherigen Ausbauplänen Immissionskonzentrationen erreicht werden, die in der Nähe der Grenzwerte bzw. sogar möglicherweise darüber liegen."

Die Stadt hatte deshalb in ihren Einwänden unter anderem angeregt, zwischen der B236n und der Einmündung der Marsbruchstraße die bisherige Geschwindigkeitsregelung von 60 Stundenkilometern beizubehalten. "Das bietet die Möglichkeit, die notwendigen Lärmschutzwände wesentlich niedriger zu bauen und so die bisherige grüne Stadteingangssituation weiterhin erlebbar zu lassen – ein wichtiger Vorteil zum Beispiel für die Stadtkrone Ost", betont Reuter.

Nach Ansicht der Grünen sollte die die Verwaltung unmittelbar nach den Sommerferien die Ergebnisse der Planfeststellung im Ausschuss vorstellen und die Möglichkeiten aufzeigen, als Stadt gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen.
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