Tag der Champions in Wambel // Amateurreiter Vincenz Schiergen darf sich über zweiten Titel freuen

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Gute Rahmenbedingungen herrschten beim jüngsten Renntag in Wambel am 3. Advent. (Foto: Marc Rühl / DRV)

Der 18-jährige Jockey Vincenz Schiergen freute sich: „Jetzt hat das Jahr ein echtes Happy End für mich.“

Durch seinen Erfolg auf dem fünfjährigen Hengst Hannover Indian sicherte sich Schiergen am Rennweg in Wambel sein zweites Championat als Amateur-Rennreiter.

Der Kampf um verschiedene Championate hat den jüngsten Renntag auf der Dortmunder Galopprennbahn entscheidend geprägt. Bei relativ angenehmen Temperaturen zeigte sich der Dortmunder Rennverein als Veranstalter sehr zufrieden mit dem Zuschauerzuspruch. „Es herrschte eine gute Atmosphäre und es zeigt sich, dass Galopprennen bei vernünftigen Anfangszeiten und guten Rahmenbedingungen ein echter Publikumssport ist“, so Vereinspräsident Andreas Tiedkte.

Doch zurück zu Schiergen: Anfang Juni war der mittlere von drei Söhnen von Trainer Peter Schiergen, in Frankfurt schwer gestürzt. „Wichtiger als das Championat war mir natürlich, dass ich wieder gesund bin“, so Vinzenz nach seinem Sieg mit dem 119:10-Außenseiter Hannover Indian. „Aber so ist das natürlich der perfekte Ausstand für das Jahr.“ Mit 15 Siegen in dieser Saison liegt Schiergen nun einen Punkt vor Robin Weber, der aber inzwischen ins Profilager gewechselt ist. Das zweite Championat ist Schiergen nicht mehr zu nehmen. Gleiches gilt für Nachwuchsreiter Tomaso Scardino, der sich durch den Sieg auf Addex (26:10) an der bis Ende des Jahres gesperrten Ester Ruth Weißmeier vorbeischob.

Es bleibt spannend bei Jockeys und Trainern


Spannend bleibt es bei den Profi-Reitern und den Trainern. Der führende Jockey, Alexander Pietsch, setzte ein erstes Ausrufezeichen durch den überlegenen Erfolg mit dem 13:10-Favoriten Seewolf über 1800 Meter. „Ich war heute ein bisschen nervöser, fast wie bei einem Gruppe-Rennen“, so der 43-jährige Reiter aus Dresden. „So kurz vor Saisonende darf man Chancen wie auf Seewolf natürlich nicht vergeben. Es ist schon ein großes Ziel für mich, einmal der Beste des Jahres zu sein.“

Das hat Andrasch Starke schon sieben Mal geschafft. Er zog mit der vierjährigen Stute Dance with me (36:10) im Rennen über 2500 Meter nach. Sowohl Seewolf als auch Dance with me werden von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainiert.

„Es wird gekämpft bis zum Schluss“, so Starke über das mögliche achte Championat. „Ich habe ja nichts zu verschenken. Schließlich war ich ja auch vier Monate außer Landes.“ Mit der heißen Favoritin Royal Solitaire (11:10) gelang Starke wie erwartet ein weiterer Sieg. Er liegt nun nur noch einen Zähler hinter Pietsch (80 Siege).

Gleichgezogen hat dagegen Peter Schiergen als Trainer der dreijährigen Stute. Der Kölner Coach weist nun wie Andreas Wöhler, der keinen Starter in Dortmund hatte, 68 Siege auf.

Das sportliche Highlight des Dortmunder Renntages, der Preis der Ruhr-Nachrichten, ein Ausgleich III über die Sprintdistanz von 1200 Meter, hatte nichts mit einem Championat zu tun. Es siegte der sechsjährige Wallach Thorpe Bay (57:10) geritten von Ian Ferguson, trainiert von Piet Geert van Kempen. Die Plätze belegten Saldaria und Kepheus.

Der nächste Renntag in Wambel ist am Mittwoch, 23. Dezember; Beginn: 16.30 Uhr.
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