Schnee in Dortmund - Bitte NICHT wenden!

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Erste Tat für Autofahrer am heutigen Morgen: Auto freiräumen. (Foto: Rainer Sturm/Pixelio.de)
Heute morgen war es also so weit - der ganz dicke Schnee kam auch zu uns nach Dortmund. Statt ein paar verirrter Flöckchen, die direkt wieder schmolzen, blieb der Schnee nun liegen - und sorgte für leuchtende Kinderaugen und Chaos auf den Straßen.

Die heftigen Schneefälle behindern seit heute Morgen den Verkehr auf allen Straßen in Dortmund. Glücklicherweise musste die Polizei sich jedoch fast ausschließlich mit Sachschadensunfällen beschäftigen, Verkehrsunfälle mit leichtem Personenschaden blieben die Ausnahme.

Besonders im Dortmunder Süden ist die Situation auf den steileren Straßen wie der Benninghofer Straße kritisch - die Räumfahrzeuge der EDG sind zwar im Dauereinsatz, doch der beständige Schneefall deckt gerade freigeräumte Straßen direkt wieder zu. Die Straßen außerhalb Dortmunds sind zu einem Großteil noch gar nicht geräumt, hier ist der Landesbetrieb Straßen.NRW im Einsatz - der hat sich um ein ungleich größeres Gebiet zu kümmern und benötigt entsprechend mehr Zeit.

Gegen 7.10 Uhr stellte sich auf der B236 im in Höhe des Autobahnkreuzes Dortmund-Nordost ein Sattelzug quer, so dass der Verkehr in Richtung Lünen blockiert wurde. Einige Verkehrsteilnehmer brachten nicht die Geduld auf, bis zur Freigabe des Verkehrs zu warten, sondern wendeten ihre Fahrzeuge und fuhren mit eingeschalteter Warnblinkanlage entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung.
Da konnte aber das Blinklicht nichts machen: Als Geisterfahrer unterwegs zu sein ist egal in welcher Situation absolut gefährlich und strengstens verboten.

Seit den frühen Morgenstunden verzeichnete die Dortmunder Polizei bisher (Stand 9.30 Uhr) insgesamt 76 Verkehrsunfälle in Dortmund und 30 auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich.

Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer, den Witterungsverhältnissen entsprechend angepasst zu fahren und genügend Abstand zum Vordermann zu halten.

Schneeräumen: Die EDG soll mehr ran!

Die Hörder SPD hat sich in der letzten Vorstandssitzung in 2012 u.a. mit den
möglichen Änderungen der kommunalen Winterdienstregelung in Dortmund
auseinandergesetzt. Im Zuge der immer älter werdenden Gesellschaft muss es
möglich sein, eine bürgerfreundliche, nachvollziehbare und vor allem gerechte
Lösung für den Winterdienst auf den Dortmunder Straßen zu finden.

Insbesondere die Räumung der Haltestellenflächen kann nicht umfassend den
Anwohnerinnen und Anwohnern auferlegt werden. Vielmehr muss hier die
Verwaltung zunächst kurzfristig prüfen, wie eine Räumung der Haltestellenbereichen zentral und kostengerecht durch die EDG geregelt werden kann. Die Verkehrssicherung für die Kunden des ÖPNV muss auch in den Morgenstunden flächendeckend sichergestellt werden.

Eine hierfür notwendige geringe Anpassung der Straßenreinigungsgebühren ist aus Sicht der Hörder SPD die effizienteste, sicherste und gerechteste Lösung.
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