Stadtumbau Hörde: ADFC meldet "keine erfolgreiche Fertigstellung"

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Radwegüberfahrt an der Nebenfahrbahn der Hochofenstraße (Foto: ADFC)
 
Die Nebenfahrbahn am Kreisverkehr ist nur mit „Anlieger frei“ beschildert (Foto: ADFC)
Dortmund: Hörde |

Auf der Homepage der Stadt Dortmund wurde am 17. Juni mitgeteilt: "Der Bauabschnitt Kreisverkehr Hörder Bahnhofstraße/ Aldinghofer Straße und die Umgestaltung der Hörder Bahnhofstraße sind abgeschlossen. Bei einem Ortstermin machten sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Bezirksbürgermeister Manfred Renno und Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung ein Bild von der erfolgreichen Fertigstellung ..." (siehe auch HIER)

Bezogen auf den Fahrradverkehr hat der ADFC aber noch wesentliche Mängel an der „erfolgreichen Fertigstellung“ festgestellt.

Die bisherigen roten Radwege an der Hochofenstraße mit weißen Begrenzungssteinen wurden durch „qualitativ hochwertige, hellgraue Betonpflastersteine“ und die Abgrenzung durch kleine schwarze quadratische Steine ersetzt. Dadurch sind die Radwege noch weniger als zuvor als solche erkennbar. Das gilt insbesondere für die Autofahrer an der Radwegüberfahrt an der Nebenfahrbahn der Hochofenstraße (Foto) und an den beiden folgenden Parkplatzausfahrten.

Für die Verkehrssicherheit der Radfahrer müssen die Überfahrten mit auffälligen Fahrradpiktogrammen markiert werden. Hier ist schwarze oder rote Farbe notwendig, weil weiße Markierungen auf den hellgrauen Steinen kaum auffallen würden. Auf den Bauschildern waren die Radwege in rot besonders auffällig hervorgehoben; daher ist es unverständlich, dass die Radwege in Wirklichkeit völlig unscheinbar gestaltet wurden.

Auch an anderen Stellen wurde nicht an den Radverkehr gedacht. Für Radfahrer, die von der Schlanken Mathilde über die Hermannstraße nach Westen fahren, ist ab der Aldinghofer Straße das Geradeausfahren über die Nebenfahrbahn der Hochofenstraße die einfachere und sicherere Führung statt hier in den Kreisverkehr zu fahren und diesen an der nächsten Ausfahrt wieder verlassen zu müssen. Die Nebenfahrbahn ist aber nur mit „Anlieger frei“ beschildert (Foto). Hier fehlt die Ergänzung „Radfahrer frei“.
Zudem fehlen die großen Wegweisungsschilder vom Radverkehrsnetz NRW, die vor dem Hörder Bahnhof und an der Aldinghofer Straße standen; sie müssen am neuen Kreisverkehr wieder angebracht werden.

Auch ein paar hundert Meter weiter, an der Hermannstraße/ Am Stift muss noch ein Schild „Radfahrer frei“ ergänzt werden: zu dem Schild „vorgeschriebene Fahrtrichtung nur rechts oder links“. Gegenüber ist die neue Fußgängerzone der Hermannstraße auch für den Radverkehr freigegeben, so dass an dieser Kreuzung den Radfahrern auch das Geradeausfahren zum Phönixsee erlaubt werden muss.

Dass auf der Hörder Bahnhofstraße die bisherigen Radwege, die mitten durch die Bushaltestellen führten, entfallen sind, hält der ADFC für keinen Verlust. Inwieweit sich zukünftig die Radfahrer ohne eigene abmarkierte Führung auf der Fahrbahn mit den beidseitigen überbreiten Busstreifen zurechtfinden und sicher fühlen, muss die Erfahrung zeigen.

Eine Anregung des ADFC im Rahmen der damaligen Bürgeranhörung wurde verwirklicht. Von der Hörder Bahnhofstraße dürfen Radfahrer jetzt auch in die Straße „An der Schlanken Mathilde“ (Sparkassenumfahrt) einbiegen, um zur Hermannstraße zu kommen. Das Schild „Verbot der Einfahrt“ wurde mit „Radfahrer frei“ ergänzt.

Der ADFC erwartet, dass die notwendigen Nacharbeiten umgehend erfolgen, so dass dann auch für die radfahrenden Bürger der Umbau in Hörde endlich als "erfolgreich fertigestellt" bezeichnet werden kann.
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