Auf dem Podium: Bundestagskandidaten diskutierten im Düsseldorfer Süden

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Andreas Rimkus, Uwe Warnecke, Gerhard Hansen, Sahra Wagenknecht und Sylvia Pantel (v.l.) diskutieren mit den Düsseldorfern. Peter Heinen (3.v.l.) führte durch den Abend. (Foto: Stefanie Siegel)

Fünf Kandidaten mit demselben Ziel: ein Sitz im Bundestag. Im Düsseldorfer Süden stellten sie sich bei einer Podiumsdiskussion ihren potentiellen Wählern vor.

Der Saal in der Freizeitstätte Garath war bis auf den letzten Platz besetzt. Viele Zuschauer standen oder saßen auf den Treppenstufen.
Vorne auf dem Podium: Sylvia Pantel (CDU), Andreas Rimkus (SPD), Uwe Warnecke (Grüne), Gerhard Hansen (FDP) und Sahra Wagenknecht (Linke). Eingeladen hatten die Bürger- und Interessengemeinschaft Garath (BIG), die Garather Jonges und der Bürgerverein Hellerhof.

Die Moderation übernahm Peter Heinen von den Garather Jonges. Er fasste die Fragen der Bürger zusammen – die Themen waren genauso vielfältig wie die Positionen der Kandidaten.

Europa, Finanzkrise und Altersarmut wurde ebenso angerissen und diskutiert wie steigende Mietpreise und die großen Löcher in der Finanzierung der Sportvereine. Die Argumentation der Kandidaten war erwartungsgemäß unterschiedlich: Während Wagenknecht wiederholt auf das „Verteilungsproblem“ hinwies, warb Hansen für die Eigenverantwortung der Bürger, etwa beim Thema Rente.

Richtig lokal – und auch emotional – wurde es beim Reisholzer Hafen. Die Bürgerinititiative „Hafenalarm“ wollte wissen, warum sich die Politiker offenbar noch keine abschließende eigene Meinung gebildet hätten. Rimkus verwies auf das noch ausstehende Hafenkonzept für ganz NRW, Warnecke auf die vielen Faktoren, weshalb es keine einfache Antwort auf die Frage gebe, ob Wasser, Schiene oder Straße ökologisch am sinnvollsten sei.

„Jetzt wird es spannend“, wurde im Publikum gewispert, als es um den Verkauf der Hoffnungskirche ging. Pantel hofft, dass „das letzte Wort noch nicht gesprochen ist“, der Verkauf an die Caritas sei noch nicht notariell bestätigt. Es sei fatal, wenn Wohlfahrtsverbände gegeneinander arbeiteten.
Wagenknecht schloss sich ihr an – „einer der seltenen Momente, in denen wir keine unterschiedlichen Meinungen haben“ und kritisierte das „intransparente Verfahren“.

Hellga müsse bestehen bleiben, ergänzte Warnecke und Rimkus schlug vor, dass sich die Beteiligten sowie die umliegenden Einzelhändler zu einem runden Tisch treffen sollten.
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Jürgen Steinbrücker aus Langenfeld (Rheinland) | 11.07.2013 | 19:42  
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