Rather Bürger wollen keine Hochhäuser an der Westfalenstraße

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(v.l.) Bruno Wojatschek (Ten Brinke Projektentwicklung), Thomas Pink (pink architektur), Birgit Schentek (stellvertr. Bezirksbürgermeisterin CDU), Marcus Münter (CDU-Ratsfraktion), Sylvia Pantel (CDU), Peter El-Dessouki (Ten Brinke) und Christian Lotze (BEMAG Beteiligungs-Management-GmbH)
Düsseldorf: Schützenhaus Rath |

Weil die Bebauungspläne für das ehemalige Paguac-Gelände an der Westfalenstraße geändert wurden, hatte Sylvia Pantel, die Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Rath, am 12. Mai zu einem Informationsabend eingeladen. Besonders die Absicht, drei elfgeschossige Hochhäuser zu errichten, hatte die Bürger alarmiert. Fast alle Plätze im Rather Schützenhaus waren gefüllt, trotz sommerlicher Temperaturen.

Die Verantwortlichen waren an diesem Abend bemüht, eine Lösung zu finden, die auch bei den Bürgern Zustimmung findet. Dr. Alexander Fils, in der CDU-Ratsfraktion für Planung und Stadtentwicklung zuständig, erläuterte anfangs die neuen Bebauungspläne. Statt einer drei- bis viergeschossigen Bauweise sahen neue Planungsentwürfe Hochhausbauten mit bis zu elf Geschossen vor. Fils erklärte, dass zusätzliche Hochbauten nicht Beschlusslage gewesen seien. Eine solche Höhenentwicklung und Ballung von Wohnraum hielt er nicht für akzeptabel. Ziel müsse eine Aufwertung des Stadtteil sein und nicht „irgendwas hinzuballern wie der Oberbürgermeister das will“, sagte Fils. So haben sich der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung und die Bezirksvertretung einmütig gegen die drei geplanten Hochhäuser ausgesprochen. Eventuell sei eine Aufstockung auf sechs Stockwerke in einzelnen Bereichen möglich. Dies habe Planungsdezernentin Cornelia Zuschke als Arbeitsauftrag des Planungsausschusses so mitgenommen.

Architekt Thomas Pink (pink architektur) stellte einen neuen Entwurf vor, in dem drei höhere Gebäude um einen zentralen Platz als „Raumplastiken“ städtebauliche Akzente setzen sollen. Möglicherweise könne man hier über sieben Geschosse reden, schlug Pink vor. Auf einem 3.500 Quadratmeter großen, öffentlichen Quartiersplatz soll ein neuer Treffpunkt mit Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Platz für Gastronomie im Zentrum vom Stadtteil Rath entstehen. Aber auch an diesem Plan entzündete sich der Unmut der Bürger. Diese sahen Hochhäuser allgemein an diesem Standort kritisch. Sylvia Pantel warnte davor, städtebauliche Fehler zu machen. Rath solle schöner werden.

Bruno Wojatschek von der Projektentwicklungsgesellschaft Ten Brinke konnte allerdings schnell die Wogen glätten, indem er die Meinung der Bürger respektierte: „Ich als Investor hänge nicht an dieser Planung.“ Dafür erhielt er viel Applaus. Als Investor wolle er ein bürgerliches Wohnquartier mit einer hochwertigen Qualität und einer Miete in Höhe von 9 bis 11 Euro pro Quadratmeter im südlichen Bereich. Der Architekt soll sich nun im Auftrag des Projektentwicklers einen anderen Entwurf überlegen. „Wir werden versuchen eine Lösung zu finden, die den Rathern gefällt“, so Wojatschek.
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