Sternsinger klopften auch bei Huntsman an

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Die Heiligen Drei Könige vor ihrer Aussendung am vergangenen Freitag in Homberg. Foto: Hannes Kirchner

Von Freitag bis Montag brachten über hundert Sternsingerinnen und Sternsinger aus den katholischen Gemeinden Hombergs Menschen in Homberg, Hochheide, In den Haesen und Essenberg den Segen zum neuen Jahr ins Haus.

Die Kinder und Jugendlichen, die von Haus zu Haus zogen, waren unter dem Leitwort „Segen bringen – Segen sein“ unterwegs und – wie gehabt – für die gute Sache. In diesem Jahr sammelten sie Spenden vor allem für Kinder, die aufgrund von Mangelernährung krank und unterentwickelt sind. Informiert wurden die Sternsinger zuvor durch einen Film. „Am Beispielland der Philippinen haben die Kinder in einer Reportage sehr eindrucksvoll sehen können, wie das Leben der Kinder dort aussieht“, sagt Diakon Stefan Ricken aus Homberg. „Es ist erstaunlich, mit welcher Freude und mit welchem Elan sich 5- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche für andere Kinder einsetzen – das ist nicht selbstverständlich“, lobt Ricken das Engagement.
Besonders aufsehenerregend: Am Montagmorgen klopften die Sternsinger der Gemeinde St. Johannes sogar an die Türen der Firma Huntsman, ehemals Sachtleben.
„In diesen Wochen der Ungewissheit und der Angst um die Arbeitsplätze wollten wir besonders der Belegschaft der Firma Huntsman den Segen zum neuen Jahr bringen“, betont der Diakon. „Das Werk hier in Essenberg gehört zu unserer Pfarrgemeinde und wir wollen nicht einfach so von Haus zu Haus gehen, ohne bei ihnen einen besonderen Halt zu machen“.
Circa 25 Leute aus Betriebsrat und Belegschaft hörten den Sternsingern zu, lauschten den Liedern und empfingen den Segen „Christus segne dieses Haus – und alle Menschen, die dort gehen ein und aus“ .
„Die Aktion wurde sehr positiv aufgenommen“, berichtet Ricken. „Das war ganz anrührend. Um zehn Uhr wurden die Verhandlungen aufgenommen zwischen Betriebsrat und Huntsman.“
Daher hätte der Betriebsrat darum gebeten, dass der Segen auch ans Betriebsrats-Gebäude am Tor 1 angeschrieben wird. „Uns war es wichtig, als Gemeinde und für die Kirche ein Zeichen der Solidarität zu setzen.“
Ein Gottesdienst am Abend bildete den Abschluss.
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