„Wir haben sehr viel vor“

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Die beiden ruhrmed-Geschäftsführer José Dobiegala (links) und Martin Ruhmöller freuen sich auf die Eröffnung ihres Kulturforums. (Foto: Marjana Kriznik)
ruhrmed GmbH eröffnet am Freitag Kulturforum

Im Denkmal geschützten Gebäude auf der Dammstraße 25 öffnet am kommenden Freitag das Kulturforum seine Pforten. Den Auftakt macht die Vernissage einer Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Detlev Hummelt um 19 Uhr.

Von Marjana Križnik

Mit dem Kulturforum möchte die ruhrmed GmbH, Personaldienstleis-ter für Pflegeberufe, in den Räumen seines Stammsitzes ein Kulturangebot etablieren, dass sich insbesondere für Menschen in pflegenden Berufen und Angehörige Pflegebedürftiger, wie auch an ein interessiertes Publikum richtet.
Die Räumlichkeiten im historischen Gebäude aus dem Jahre 1787, das aus der Blütezeit des Ruhrorter Hafens stammt, sind der passende Rahmen für künftigen Kunst- und Kulturgenuss. Und so umfasst die erste Schau groß- und kleinformatige Arbeiten in Acryl auf Leinwand: Ist das eine Lichtung, die aus einem dunklen Wald führt oder aber ein Dickicht? Andernorts meint man eine Sumpflandschaft, eine tosende See, ein Meer aus Blüten oder eine üppige Vegetation zu erkennen. Die gestische Malweise, gespachtelt, mit schwungvollem Pinselstrich, hauchzart und Licht durchflutet, lässt viel Raum für Interpretationen.
Nun hat die Auftakt-Ausstellung zwar nichts mit Pflege zu tun. „Aber die Räume laden dazu ein, die Kunstwerke zu betrachten und sich auszutauschen“, sagt Martin Ruhmöller, einer der beiden Ruhrmed-Geschäftsführer. Die Bilder würden von Betrachtern unterschiedlich wahrgenommen. Das sei eine gute Basis, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Ruhmöller: „Getreu dem Motto ‚Ich sehe was, was du nicht siehst’ können sich weitere Gesprächsthemen ergeben. Das ist eine schöne Basis für eine spannende Auseinandersetzung.“ Üblicherweise nähmen Mitarbeitende in der Zeitarbeit einander nicht als Kollegen wahr. Martin Ruhmöller erklärt: „Wir möchten unseren Mitarbeitenden diese Möglichkeit bieten.“
Geschäftsführer José Dobiegala: „Es gibt eine schöne Parallele zu unserer Arbeit. Als Personaldienstleister bringen wir unsere Mitarbeitenden, die in der Pflege arbeiten, und unsere Kunden zusammen. Im Kulturforum möchten wir die Pflegekräfte im Ruhrgebiet auf einer anderen Ebene, als der rein beruflichen, mit einem spannenden Kulturangebot ansprechen und zusammenbringen.“
Die Ausstellung, die bis zum 30. November zu sehen ist, ist nur der Anfang. „Wir haben sehr viel vor“, bekräftigt Martin Ruhmöller. Es gäbe Anfragen von Fotografen und Künstlern aus dem Ruhrgebiet und demnächst finden Veranstaltungen mit dem Autor und „Pflege-Papst“ Erich Schützendorf statt, der unter anderem die Bücher „Wer pflegt, muss sich pflegen“ und „In Ruhe verrückt werden“ verfasste. Letzteres stößt zum Umdenken in der Altenpflege an. José Dobiegala, selbst gelernter Krankenpfleger, erzählt: „In einem seiner Bücher regt Schützendorf an, eine Lebensverfügung zu schreiben, bevor man ins Pflegeheim kommt.“ Was diesen Autor für die Pflegekräfte besonders mache: „Er ermuntert Pflegekräfte, mit Fantasie in die Welt der demenziell Erkrankten einzutauchen und hat eine schöne Art, das lustig und spannend zu erzählen und die Pflegekräfte mit einzubeziehen,“ erzählt Dobiegala. Man möchte den Autor einmal pro Quartal einladen. Ferner wird es eine Veranstaltung zum Thema ‚Keine Zeit’ sowie eine Lesung mit einer gebürtigen Hombergerin geben, die über ihre Erfahrungen als Intensivschwester ein Buch geschrieben hat.
Das Kulturforum, das auch Workshops anbieten wird, soll keine Ruhrort-Kulturstätte werden. „Da wir mit ruhrmed im Ruhrgebiet vertreten sind, möchten wir auch Menschen aus anderen Ruhrgebietsstädten zu uns einladen,“ so Ruhmöller. Es gibt einen regen Austausch mit dem Kreativquartier Ruhrort und Du-Tours für Lesungen und der Mercator-Verlag wird am 30. November das Duisburger Jahrbuch im Kulturforum vorstellen. Es folgt eine Lesung mit einem Autor, der nach seinem Ausstieg bei den Zeugen Jehovas über seine Erfahrungen geschrieben hat.
Übrigens: Das Kulturforum, das mit dem Mercator-Verlag am 16. Dezember Bestandteil des offenen Adventskalenders sein wird, stellt seine Räumlichkeiten, zu denen ein schöner Innenhof und ein Gewölbekeller gehören, auch für Events zur Verfügung.  Die ruhrmed GmbH ist seit 2001 auf Personaldienstleistungen im Gesundheitswesen spezialisiert. Das Unternehmen überlässt 100 unbefristet angestellte, qualifizierte Pflegekräfte und Fachpflegekräfte an Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste innerhalb des Ruhrgebietes. Info
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