Ein "Go" für Begabte - Grundschüler lernen mit Feuereifer japanisches Strategiespiel

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Dawid Napora mit seinen Schülern. (Foto: Janina Schulze)

Strategiebegeisterte Kinder können in einer AG das Spiel Go lernen. Das japanische Spiel stellt eine Alternative zu Schach dar und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Von Janina Schulze

Wer Schach liebt, sollte unbedingt auch Go ausprobieren. Das Strategiespiel Go stammt aus dem alten Japan und hat bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Das glaubt man gern, wenn man in die leuchtenden Augen der Kinder blickt, die sich in regelmäßigen Abständen treffen, um das asiatische Strategiespiel, welches sich entfernt mit einer Mischung aus „Schach“ und „Vier gewinnt“ vergleichen lässt, zu lernen. Einst von Legenden über das Gleichgewicht gegensätzlicher Kräfte mys-tifiziert, lernen bis heute Spieler aller Altersklassen das Spiel mit den schwarzen und weißen Plättchen. „Es gibt zwei Wege, diese Plättchen zu setzen“, erklärt Dawid Napora, der die Schülerinnen und Schüler der Go-AG begleitet und ihnen neben dem Spiel auch die Geschichten, die sich drumherum ranken, näherbringt. An der Art und Weise, wie jemand die Plättchen anfasst, erkennt man bereits, ob es sich um einen erfahrenen Go-Spieler handelt. Auch die Größe der Spielfelder variiert sowie auch das Handicap, mit dem ein Spieler antritt. „So können Spieler unterschiedlicher Leistungsklassen gegenein-ander spielen. Der Schwächere bekommt einfach einen Vorsprung“, erklärt Napora, der die AG leitet.
Die Eltern unterstützen das Engagement ihrer Kinder und in manchen Familien hat das Go-Fieber komplett um sich gegriffen und alle infiziert. „Gerade Kinder, die sich für Schach interessieren, werden von Gleichaltrigen gerne einmal schief angeschaut“, so Anja Wardemann vom Duisburger Kompetenzzentrum für Begabungs- und Begabtenförderung. „Diese AG bietet ihnen die Möglichkeit, mit gleichgesinnten und auch gleichbegabten Kindern zu spielen.“ Das Konzept kommt an. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei.


Im Grundschulalter strategisch denken

Es ist eine gelungene Kooperation des Duisburger Kompetenzzentrums für Begabungs- und Begabtenförderung und des Landfermann Gymnasiums. Schulleiter Christof Haering hat früher selbst Go gespielt und begrüßt die AG daher sehr. „Ich glaube, ich kann es immer noch“, überlegt er. Das kann er schon bald unter Beweis stellen. AG-Leiter Napora forderte ihn zu einer Partie heraus. In Duisburg steht japanische Kultur seit einigen Jahren mit auf dem Lehrplan. Es gibt sogar einen Schüleraustausch nach Japan. Da ist Go natürlich genau das Richtige.

Hintergrund

Das Duisburger Kompetenzzentrum für Begabtenförderung hat sich zum Ziel gesetzt, die Förderung besonders (hoch)begabter Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Es nahm seine Arbeit mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 unter der Leitung der Duisburger Schulaufsicht - Frau SAD' Schulte auf.
www.duisburg.de/begabtenfoerderung.
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