Der Arbeitsmarkt im Januar 2015

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Duisburg: Agentur für Arbeit | „Mit dem saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, der im Januar 2015 leicht geringer als in den letzten beiden Jahren ausgefallen ist, und der weiterhin robusten Nachfrageseite ist der Übergang ins Jahr 2015 am Duisburger Arbeitsmarkt unspekta-kulär verlaufen“, so Ulrich Käser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Duisburger Arbeitsagentur.

Arbeitslosenzahl im Januar: + 1.991 auf 32.660
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 325
Arbeitslosenquote im Januar: + 0,8 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent

Mit 32.660 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren im Januar 2015 1.991 Menschen oder 6,5 Prozent mehr als noch im Dezember 2014 von Arbeits-losigkeit betroffen. Im Januar des Vorjahres waren 32.985 Menschen arbeitslos gemel-det, 325 Personen oder 1,0 Prozent mehr als in diesem Januar.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte und liegt jetzt bei 13,3 Pro-zent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 13,4 Prozent, 0,1 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren und Arbeitsge-legenheiten beschäftigt waren und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden (Un-terbeschäftigung im engeren Sinne), lag im Januar 2015 bei 6.948.
Mit 15,8 Prozent ist die Unterbeschäftigungsquote im Januar gegenüber dem Dezem-ber 2014 um 0,2 Prozentpunkte gestiegen, liegt damit aber um 0,3 Prozentpunkte unter dem Januar des Vorjahres mit 16,1 Prozent.

Betrachtet man die Entwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen, so hat sich die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 2,4 Prozent erhöht. Sie ist damit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Januar 2014 (2,7 Prozent).
Im Berichtsmonat waren 5.992 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbe-reich arbeitslos gemeldet. Das sind 532 oder 9,7 Prozent mehr arbeitslose Personen als im Dezember 2014 (5.460). Vor einen Jahr, im Januar 2014, waren im Bereich des Arbeitslosengeld-I-Bezugs 725 oder 10,8 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (6.717).


In der Grundsicherung (SGB II) stieg die Arbeitslosenquote im Januar gegenüber dem Vormonat deutlich um 0,6 Prozentpunkte von 10,2 Prozent auf jetzt 10,8 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 10,7 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.
26.668 Personen (+ 1.459 und + 5,8 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Dezember 2014 25.209). Im Vergleich zum Januar 2014 (26.268) sind in der Grundsicherung so aktuell 400 oder 1,5 Prozent mehr Menschen von Ar-beitslosigkeit betroffenen.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Januar um 687 oder 12,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Zahl der Zugänge hat sich von 5.554 im Dezember auf jetzt 6.241 erhöht. Im Januar des Vorjahres gab es mit 6.976 Zugän-gen in Arbeitslosigkeit 735 oder 10,5 Prozent mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit als in diesem Januar.

Von den 6.241 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im Januar 2.849 aus einer vor-hergehenden Erwerbstätigkeit. Gegenüber den 1.728 Zugängen aus Erwerbstätigkeit im Dezember 2014 sind dies im Berichtsmonat 1.121 oder 64,9 Prozent mehr Men-schen, die sich nach einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet ha-ben.
Im Januar 2014 gab es mit 3.236 Zugängen aus Erwerbstätigkeit noch 387 oder 12,0 Prozent mehr Meldungen nach einer Erwerbstätigkeit als in diesem Januar.

Im Berichtsmonat nahmen 1.077 Personen wieder eine Arbeit auf. Das sind 283 oder 20,8 Prozent weniger Personen als im Vormonat (Dezember 2014 1.360 Personen). Gegenüber dem Vorjahresmonat (1.028 im Januar 2014) gelang 49 oder 4,8 Prozent mehr Personen der Rückweg in die Erwerbstätigkeit.
Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im Januar 4.262. Das waren 1.206 oder 22,1 Prozent weniger als im Dezember 2014 (5.468) und 426 oder 9,1 Pro-zent weniger als vor einem Jahr im Januar 2014 (4.688).

„Dem jahreszeitlich üblichen verhaltenen Stellenzugang steht ein weiterhin hoher Stel-lenbestand gegenüber. Dies ist eine gute Basis für den Start in das neue Vermittlungs-jahr“, beschreibt Käser die aktuelle Entwicklung.
Mit 871 (Vormonat 1.022) neuen ungeförderten Arbeitsstellen fällt der Stellenzugang gegenüber dem Vormonat saisonüblich schwächer aus (- 151 oder - 14,8 Prozent). Er liegt damit ebenfalls geringfügig unter den Zahlen des Vorjahresmonats mit 898 neu gemeldeten Stellen(-27 oder - 3,0 Prozent).
Der Stellenbestand verringerte sich ebenfalls leicht um 155 oder 4,1 Prozent gegen-über dem Vormonat auf jetzt 3.623 Stellenangebote. Damit ist er aber weiterhin deut-lich (um 946 Stellen oder 35,3 Prozent) über dem Bestand im Vorjahresmonat (2.677 Stellenangebote im Januar 2014).

„Auslaufende Maßnahmen, das Ende befristeter Beschäftigungen im Weihnachtsge-schäft, sowie das anstehende Ende der dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen, haben zu einem Anstieg der arbeitslos gemeldeten Personen unter 25 Jahre geführt. Im Ver-gleich zu den Vorjahren fällt dieser Anstieg aber verhaltener aus. Zugleich befinden wir uns auf aktuell einem deutlich niedrigeren Niveau“, beschreibt Käser die aktuelle Ent-wicklung der Jugendarbeitslosigkeit.


Mit 2.591 Personen waren im Januar 159 oder 6,5 Prozent mehr junge Leute von Ju-gendarbeitslosigkeit betroffen als noch im Dezember 2014 (2.432). Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Zahlen damit aber um 508 oder 16,4 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert (3.099).

Bei den über 50 Jahre alten arbeitslosen Personen stieg die Arbeitslosigkeit im Januar ebenfalls an (+ 634 oder + 7,5 Prozent) und liegt aktuell bei 9.097 (Vormonat 8.463). Im Vorjahresmonat (8.899) waren in dieser Altersgruppe noch 198 Personen oder 2,2 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet.
Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar im Vergleich zum Vormonat ebenfalls von 4.768 auf nunmehr 5.054 (+ 286 oder + 6,0 Prozent). Hier waren im Vorjahresmonat 4.909 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind damit 145 Personen oder 3,0 Prozent mehr als im Januar 2014 arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren 9.928 Ausländerinnen und Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies sind 483 oder 5,1 Prozent mehr als im Vormonat (9.445) und 590 oder 6,3 Prozent mehr als im Januar des Vorjahres (9.338).

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im Januar wieder an und liegt jetzt bei 14.540 betroffenen Personen (+ 638 und + 4,6 Prozent, Vormonat 13.902).
Der aktuelle Wert liegt damit aber um 137 Personen oder 0,9 Prozent unter dem des Vorjahresmonats (14.677).

Die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Personen für den Monat Juni 2014 lag bei 177 in 18 Betrieben. Für den Monat August 2014 zeigt sich im Moment in der Hoch-rechnung folgende Situation: 15 Betriebe mit 115 betroffenen Personen.

Der aktuelle Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigt für Ulrich die typische saisonale Entwicklung zum Jahreswechsel: „Quartalskündigungen, das Ende des Weihnachtsgeschäfts und eine Lücke zwischen Ende und Neubeginn von Maßnahmen haben zu dem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. In diesem Jahr fällt dieser Anstieg sogar etwas geringer aus als in den Vorjahren. Die weiterhin gute Nachfrage am Markt und die bald wieder beginnenden Maßnahmen lassen im Frühjahr ein Abschmelzen der Zahlen erwarten, zumal das Wetter in diesem Winter noch für keine nennenswerten Arbeitsausfälle gesorgt hat.“
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