IHK FOSA: Migranten neue Chancen eröffnen durch anerkannte Berufsabschlüsse

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Bei der Anerkennungfeier am 2. November. (Foto: IHK)
Duisburg: IHK |

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse immer wichtiger. Hier schlummern viele Potenziale, die die Unternehmen nutzen können. Um die Bedeutung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse hervorzuheben, hat die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve am 2. November zu einer Anerkennungsfeier eingeladen.



Im Rahmen dieser Veranstaltung überreichte IHK-Präsident Burkhard Landers verschiedenen Fachkräften aus der Region, deren ausländische Berufsausbildung durch die Anerkennungsstelle IHK FOSA bereits als gleichwertig bescheinigt wurde, eine Urkunde.

Landers, der auch Vorstandsmitglied der IHK FOSA/linkembed> seit deren Gründung 2012 ist, liegt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ganz besonders am Herzen: „Dadurch bekommen die Menschen die Möglichkeit, ihren Qualifikationen entsprechend zu arbeiten. Das erhöht die Lebenszufriedenheit. Es freut mich sehr, dass wir als IHK-Organisation dazu beitragen können, für Migranten neue Chance zu eröffnen.“

Ferhat Mehic aus Bosnien und Herzegowina hat eine solche Chance erhalten: „Durch die Anerkennung meiner bosnischen Berufsausbildung habe ich eine Aufstiegschance bekommen. Ich konnte mich dadurch erfolgreich beruflich umorientieren. Mittlerweile bin ich sehr zufrieden bei der AOK Rheinland/Hamburg als Hausmeister im Fachservice Ressourcen tätig.“

Auch Murat Ovali erzählt, warum die Anerkennung für ihn so wichtig ist: „Vor fünf Jahren bin ich aus familiären Gründen nach Deutschland gekommen. Ich bin gelernter Elektroanlagenmonteur und habe ziemlich schnell nach meinem Integrationskurs eine befristete Anstellung als Elektriker gefunden. Um jedoch langfristig meine berufliche Tätigkeit als anerkannter Elektriker zu sichern, habe ich die Gleichwertigkeitsfeststellung meines erlernten Berufs bei der IHK FOSA durchgeführt.“

Auch die Betriebe haben durch die Anerkennung Vorteile, verdeutlichte Landers: “Bei der Suche nach Fachpersonal können die Unternehmen die entsprechenden Qualifikationen der Bewerber deutlich besser einschätzen. Außerdem können sie bereits beschäftigte Mitarbeiter stärker langfristig an sich binden, wenn sie bei einem Antragsverfahren behilflich sind.“

Seit über drei Jahren bietet die Niederrheinische IHK Zuwanderern konkrete Unterstützung an. Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK: „Wir helfen dabei zu klären, ob und inwieweit ein ausländischer Berufsabschluss in Deutschland anerkannt wird. Zudem unterstützen wir Migranten dabei, ihren Antrag bei der IHK FOSA einzureichen und erstellen in dem Zuge auch kostenlos beglaubigte Kopien von Zeugnissen.“

Aus dem Bezirk der Niederrheinischen IHK haben bereits über 50 Antragsteller die volle Anerkennung ihrer ausländischen Berufsausbildung von der IHK FOSA erhalten. Sie kommen zu einem großen Teil aus Polen, der Türkei und Russland. Ihre Berufe sind vielfältig: Unter anderem haben Industrieelektroniker, Anlagen- und Zerspanungsmechaniker, Baugeräteführer, Elektroanlagenmonteure, IT-Systemelektroniker, Chemikanten bis hin zu Kauffrauen für Büromanagement, Hotelfachfrauen, Verkäuferinnen sowie ein Koch und eine Köchin einen Gleichwertigkeitsbescheid bekommen. „Trotzdem gibt es noch viel zu tun“, so Dietzfelbinger, „in den nächsten Monaten und Jahren soll das Verfahren noch viel bekannter werden.“
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Über IHK FOSA

: Die IHK FOSA nimmt bundesweit gebündelt für die IHKs in Deutschland die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse wahr. Sie hat bisher über 7.100 Gleichwertigkeitsbescheide ausgestellt. Dabei kommen die meisten inländischen Anträge aus Nordrhein-Westfalen (2226). Die Antragsteller absolvierten ihre Ausbildungen in insgesamt 134 Ländern der Welt. Insgesamt wurden von den Antragstellern 152 verschiedene Referenzberufe in der Spanne von gewerblichen über gastronomische bis hin zu kaufmännischen Berufen beantragt. Die wichtigsten Gruppen sind die kaufmännischen Berufe vor den Metall- und den Elektronikberufen.
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